HSK-Buchtipp

„Trümmerkind“ von Mechthild Borrmann

Der HSK-Buchtipp befasst sich diesmal mit dem Werk „Trümmerkind“.

Foto: Fabian Strauch

Der HSK-Buchtipp befasst sich diesmal mit dem Werk „Trümmerkind“. Foto: Fabian Strauch

Hochsauerland.  Unser Buchtipp der Woche kommt heute aus der Stadtbibliothek Brilon. Es geht um das Buch „Trümmerkind“ von Mechthild Borrmann.

Unser Buchtipp der Woche kommt heute aus der Stadtbibliothek Brilon. Es geht um das Buch „Trümmerkind“ von Mechthild Borrmann.

Worum geht es?

Der Alltag des kleinen Hanno Dietz und seiner Mutter sind hart im Hamburg der Nachkriegsjahre. Schwarzhandel und Suche nach Brauchbarem in den Trümmern gehören zum täglichen Leben dazu. Eines Tages macht Hanno eine furchtbare Entdeckung – neben einer toten Frau stößt er auf einen kleinen Jungen, der lebt. Dieser Junge spricht kein Wort und seine Verwandten sind nicht zu finden. So wächst er als Findelkind bei der Familie Dietz auf. Jahre später entschlüsselt sich sein Geheimnis auf fatale Weise.

Was gefällt besonders?

Basierend auf einer wahren Geschichte, den sogenannten „Trümmermorden“ in Hamburg im Jahr 1947 erzählt die Autorin mit fast atemloser Spannung drei Familiengeschichten, die sie auf faszinierende Art und Weise miteinander verknüpft und die mehrere Generationen umfassen. Anders als in der Wirklichkeit löst Borrmann die Trümmermorde auf. Mit unaufgeregter Sachlichkeit, gepaart mit einem Spannungsbogen, der nie reißt, erzählt die Autorin von der Not und Kälte der Nachkriegszeit.

Was macht dieses Buch aus?

„Trümmerkind“ kombiniert in perfekter Weise historische Fakten mit Fiktion. Die Handlungsstränge laufen zusammen und ergeben ein sehr rundes Bild. Die Charaktere im Buch überzeugen. Mechthild Borrmanns Roman ist gekennzeichnet durch großes Einfühlungsvermögen und anschauliche Beschreibungen.

Für wen ist das Buch gedacht?

Liebhaber von Familienromanen und Spannungsleser kommen hier voll auf ihre Kosten.

Warum empfehlen Sie dieses Buch?

Die Frage, was die geschichtlichen Ereignisse der Jahre 1933 bis 1945 aus einem Menschen machen können, ziehen sich als roter Faden durch das Buch. Dass auch wir immer noch in unseren Familien mit diesen Schicksalen zu kämpfen haben, macht die Geschichte mehr als deutlich.

Dicke Empfehlung, da dieser Roman leicht und spannend zu lesen ist und doch soviel Stoff zum Nachdenken bietet.

Umfang: 304 Seiten Lesealter: Erwachsene
Romantisch: Spannend: Lustig: Ergreifend:

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik