Klimaschutz

Aufgabe der kreiseigenen RWE-Aktien Gesprächsthema in Brilon

Jörg Rostek, Oliver Gosciniak, Hans-Josef Becker (alle drei von Fossil Free) und Dirk Wiese (SPD) vor dem Briloner Rathaus. Foto:Fossil Free Hochsauerland

Jörg Rostek, Oliver Gosciniak, Hans-Josef Becker (alle drei von Fossil Free) und Dirk Wiese (SPD) vor dem Briloner Rathaus. Foto:Fossil Free Hochsauerland

Brilon.   Fossil Free Hochsauerland diskutiert mit SPD-Bundestagsabgeordnetem Dirk Wiese (SPD) über das Klimaschutzgesetz und fossile Energiegewinnung.

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Mitglieder der Initiative Fossil Free Hochsauerland haben sich vergangenen Montag in Brilon mit dem Vorsitzenden der Sauerländer SPD, Bundestagsabgeordnetem Dirk Wiese, getroffen. Gesprächsthema war vor allem der Klimaschutz, insbesondere das in Berlin anvisierte Klimaschutzgesetz sowie ein möglicher Verkauf der kreiseigenen 5,86 Millionen RWE-Aktien.

Dirk Wiese und Fossil Free Hochsauerland waren sich einig darüber, dass der Ausstieg aus der fossilen Energiegewinnung vollzogen werden müsse. Wiese knüpfte die Entscheidung, ob RWE-Aktien weiter haltbar seien, an die zukünftige Entwicklung des Unternehmens im Hinblick auf die gemeinsamen Umstrukturierungspläne mit dem einstigen Konkurrenten E.On und der angekündigten stärkeren Fokussierung auf die Erneuerbaren Energien. Ebenso wolle er die Entscheidung der sogenannten Kohlekommission des Bundes abwarten, die dazu beitragen könne, RWE durch konkrete Ausstiegsdaten unternehmenspolitisch auf den Pfad der erneuerbaren Energien zu führen.

Auswirkungen auf den Hochsauerlandkreis

Wiese wies außerdem auf die haushaltspolitischen Auswirkungen eines Verkaufs hin. Durch einen Verkauf würden sich die möglichen Kursverluste im Haushalt des Hochsauerlandkreises niederschlagen. Außerdem gingen die Aktiendividenden zur Finanzierung in den Schulbereich und in den öffentlichen Nahverkehr vor Ort im Sauerland. Fossil Free wünscht sich einen schnellstmöglichen Verkauf der RWE Aktien. Dies sei ein politisch und moralisch gebotenes Signal. Den Klimaschutz zu befürworten, aber an einem Unternehmen beteiligt zu sein, das das Klima zerstöre, sei inkonsequent. Ein Unternehmen, dass Menschen zwinge, ihre Heimat aufzugeben und unwiederbringliche Ökosysteme wie den Hambacher Wald abholze, sei als kommunale Geldanlage inakzeptabel.

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