Vernissage

Ausnahmekünstlerin Kati von Schwerin stellt in Brilon aus

Stellt in der Sparkasse Hochsauerland in Brilon aus: Kati von Schwerin, hier mit Laudator Jürgen Bangert (l.) und ihrem Gitarristen Johannes Schwitalla.

Stellt in der Sparkasse Hochsauerland in Brilon aus: Kati von Schwerin, hier mit Laudator Jürgen Bangert (l.) und ihrem Gitarristen Johannes Schwitalla.

Foto: Monika Wiegelmann

Brilon.   Die Vernissage der Künstlerin Kati von Schwerin ist in Brilon ein Erfolg. Mit selbstkomponierter Musik begleitet sie die Veranstaltung.

„Genial!“, war die Meinung vieler Besucher bei der Vernissage „Deadline“ der Ausnahmekünstlerin „Kati von Schwerin“ in der Sparkasse. In der Ausstellung zeigte sie einen Querschnitt ihrer Kunst, die eben jenen Spannungsbogen offenbarten: den Konflikt zwischen künstlerischer Freiheit, technischen Ansprüchen und gesellschaftlichen Trendvorgaben.

Die bildende Künstlerin, talentierte Musikerin und studierte Philosophin aus Berlin erwies sich als Multitalent und verzauberte am Donnerstagabend im musikalischen Part auch alle mit ihren ausdrucksvollen Songs und ihrer Stimme, begleitet vom wundervollen Gitarristen Johannes Schwitalla.

Eine außergewöhnliche Veranstaltung

Ungewöhnlich viele Gäste konnte Wolfgang Weber (Sparkasse) willkommen heißen. Die Laudatio und Moderation übernahm Comedian Jürgen Bangert: „Das ist eine Veranstaltung, wie ich sie nicht alle Tage habe“, freute er sich. „Wenn man durch die Ausstellung geht, dann wirst du schon ehrfürchtig“. Als man ihn gefragt habe, ob er die Laudatio mit Interview der Künstlerin übernehme, habe er gezögert: „Ich habe keine Ahnung von Kunst.“

Er sei aber mit sehr viel Freude gekommen, als es um Kati von Schwerin ging. Sie sei 2009/2010 das erste Blind Date seines Lebens gewesen. Bei der „Boot“ in Düsseldorf verabredete er sich mit einem Freund zum Altstadtabend. Im Hotel warte schon eine junge Frau, meinte dieser. Nachdem er suchend zwischen Bar und Lobby pendelte, sprach ihn Kati von Schwerin an: „Du musst mein Blind Date sein“. Da freue es ihn, sie wieder zu treffen.

Interpretation ist dem Besucher überlassen

„Immer, wenn du dich selbst portraitierst, guckst du so traurig“, meinte er. „Ich bin eine introvertierte, zurückhaltende Person“, lachte die junge Frau. „Du malst ja auf alles, was sich nicht wehrt.“ Die Künstlerin: „Das ist mir wurscht. Jeder muss selbst wissen, wohin er mich verpackt und wie er das sieht“. Eines ihrer Werke zeige drei leere Bilderrahmen und den Titel „und sie schämen sich zu recht“, fragte Bangert: „Verrätst du mir, was auf den Bilder ist?“ „Nein.“

Songs schreiben ohne Musikstudium

Schon in ihrer witzigen und liebenswerten Art lachte sich die unglaublich jung aussehende 35-jährige Berlinerin sofort in die Herzen ihres Publikums. Als dann die ersten Töne des Auftakt-Songs „Final Act“, gefolgt von „Follow the Glow“ erklangen, zeigte sich, welche ausdrucksvolle, klare Powerstimme in dieser zierlichen Powerfrau steckt. Ohne Musikstudium hat die Künstlerin bisher 13 und im neuen Album elf Songs selbst getextet und komponiert. Ergreifende Lieder mit berührendem Inhalt. Jedes erzählt eine Lebens- oder Liebesgeschichte, mit allen damit verbundenen Zweifeln und Verletzungen zwischen Beziehungen und Menschen.

Ihre diesmal in Akustikvarianten präsentierten Songs sind so ausdrucksstark wie ihre Bilder. Darunter Selbstporträts, die das eigene Tun ebenso wie den Betrachter zu beobachten scheinen. Den Erlös der Vernissage hat die Sparkasse aufgerundet und so einen Scheck über 1500 Euro für das ehrenamtliche Projekt „Warenkorb“ des Caritas-Verbandes Brilon an Uli Schilling (Caritas-Koordinator) überreicht (Bericht folgt).

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