Unfall

Autokran-Brand im Windpark sorgt für Stromausfall in Marsberg

Ein 200-Tonnen-Kran war im Windpark Bad Wünnenberg bei Montagearbeiten in eine Hochspannungsleitung geraten. Der Brand sorgte in der Region und im Stadtgebiet Marsberg für einen mehrstündigen Stromausfall.

Ein 200-Tonnen-Kran war im Windpark Bad Wünnenberg bei Montagearbeiten in eine Hochspannungsleitung geraten. Der Brand sorgte in der Region und im Stadtgebiet Marsberg für einen mehrstündigen Stromausfall.

Foto: dpa

Marsberg.   Ein Autokran ist am Donnerstag bei Montagearbeiten im Windpark an der B 480 nahe Bad Wünnenberg beim Kontakt mit einer 110.000 Volt- Überlandleitung in Brand geraten und völlig zerstört worden. Vom anschließenden Stromausfall waren rund 100.000 Menschen im gesamten Stadtgebiet Marsberg sowie Bad Wünnenberg und Lichtenau betroffen.

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Gegen 10.30 Uhr kollidierte die Spitze des Auslegers des 200-Tonnen-Autokrans, der im Windpark Leiberg zu Montagezwecken eingesetzt wird, mit den beiden unteren Hochspannungsleitungen. Durch den Stromkontakt gerieten die Reifen des Autokrans sofort in Brand. Der Kranführer sprang aus dem Führerhaus und brachte sich unverletzt in Sicherheit.

Feuerwehr kam zunächst nicht durch

Die alarmierte Feuerwehr konnte zunächst nicht zu dem brennenden Fahrzeug vorrücken, da die Hochspannungsleitung erst durch das Netzunternehmen Westnetz abgeschaltet werden musste. Zusätzlich bestand die Gefahr, dass die beschädigte Leitung reißt. Gegen 12.15 Uhr waren die Leitungen spannungsfrei - so wurde die Stromversorgung unterbrochen.

Etwa eine Stunde dauerten die Löscharbeiten. Der Autokran brannte komplett aus und musste mit einem Spezialfahrzeug geborgen werden. Den Sachschaden schätzt die Polizei vorläufig auf eine Million Euro.

Marsberg nach drei Stunden wieder am Stromnetz

Laut eines Westnetz-Sprechers wurden großen Teile von Marsberg schon rund drei Stunden nach dem Unglück wieder mit Strom versorgt. Bis zum Nachmittag war die Stromversorgung über Umschaltungen in der 10.000 Volt-Mittelspannung sowie durch Einsatz von Aggregaten provisorisch zu großen Teilen wieder hergestellt. Der Unglücksort wurde von Feuerwehr und Polizei weiträumig abgesperrt.

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