Verkehr

B 480-Ausbau bei Brilon trotz Regensommers im Zeitplan

Von früher knapp 6 m auf nun - einschließlich Rad- und Gehweg - 10,50 m verbreitert wird die B 480 von der Möhneburg bis kurz hinter den Abzweig nach Wülfte.

Von früher knapp 6 m auf nun - einschließlich Rad- und Gehweg - 10,50 m verbreitert wird die B 480 von der Möhneburg bis kurz hinter den Abzweig nach Wülfte.

Foto: Jürgen Hendrichs

Wülfte.   Rund fünf Monate sind für den B 480-Ausbau geplant. Nehdens Ortsvorsteher wünscht sich, dass er ein wenig schneller über die Bühne geht.

Ein paar Tage machten die heftigen Regengüsse der Baukolonne einen Strich durch die Rechnung. Da kamen die Arbeiten an der Möhneburg nicht voran. „Wir müssen aufs Wetter gucken“, sagt Rudolf Heupel von der Straßen.NRW-Niederlassung in Meschede, bei der Frage nach dem Fertigstellungstermin des B480-Ausbaus bei Wülfte. Den sehnt sich nämlich auch Günter Schmies im - Luftlinie - knapp fünf Kilometer entfernten Nehden herbei. Für die Einwohner der Hauptstraße, sagt der Ortsvorsteher, sei der B 480-Ausbau „eine Katastrophe“, denn: „Für die ist um halb fünf die Nacht ‘rum.“

Seit Beginn der Bauarbeiten im April wird der gesamte Verkehr von Alme nach Brilon bzw. in Richtung Warstein über Alme und Nehden umgeleitet. Auch die ganz dicken Brummer donnern durch die beiden Orten, die sonst für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen gesperrt sind.

Und auch eine Tempobeschränkung auf 30 km/h gibt es seitdem. „Der Kreis und wir kontrollieren dort regelmäßig“, sagt Polizeisprecher Holger Glaremin. Das kann Günter Schmies bestätigen.

Mittlerweile haben sich die Pendler, die regelmäßig die Strecke nehmen, darauf eingestellt. Das war bei der ersten Aktion noch anders: „Am ersten Tag hat es 120 mal geblitzt“, erinnert sich der Ortsvorsteher. Schmies hofft, dass die Arbeiten bis Ende September fertig werden.

Am ersten Tag 120 Autofahrer geblitzt

Zurzeit sieht es ein wenig so aus, als ob zwischen der Möhneburg und dem Abzweig nach Wülfte im Wenster eine Landebahn entstehen sollte. Von Böschung zu Böschung reicht die bereits geschobene und planierte Arbeitstrasse. Bisher war die Bundesstraße dort nur 5,80 m breit. Da hat so mancher Seitenspiegel den Begegnungsverkehr zweier Lkw nicht überlebt-. Jetzt die Fahrbahn auf 7,50 m ausgebaut.

Zudem erhält die B 480 auf der rechten Seite in Fahrtrichtung Alme einen 2,50 m breiten Geh- und Radweg. Der ist durch einen 1,75 m breiten Streifen von der Fahrbahn getrennt. Weil der Siepen in diesem Randbereich den Boden aufweicht, müssen dort rund 12000 qm sogenanntes Geotextil und ca. 900 qm Geogitter in den Boden eingearbeitet werden. Die stabilisieren den Untergrund im Bereich des Gehweges.

12500 cbm Boden werden für Trasse ausgehoben

Der alte Straßenaufbau wird „komplett aufgehoben“,, sagt Rudolf Heupel. Rund 12500 cbm Boden müssen abgetragen und - bis auf das Material, was in den Randbereichen wieder eingebaut werden kann - abtransportiert werden.

Neu gestaltet wird der Abzweig nach Wülfte. Das Wenster wird auf den letzten 100 m vor der B 480 um ein paar Meter verschwenkt und erhält eine rechtwinklige, als Überquerungshilfe für Radfahrer und Wanderer gedachte Insel. Aus Richtung Alme wird eine Linksabbiegerspur angelegt. Der Komplettausbau erstreckt sich bis zur Einmündung des Wanderwegs Sauerland Waldroute. Etwa auf den letzten 100 m davor wird die neue Straße allmählich auf die Bestandsbreite der B 480 von 5,80 m verzogen. Die hat bis zum Abzweig nach Büren in den vergangenen Wochen eine neue Decke erhalten.

Neue Einmündung an der Möhneburg

Komplett neugestaltet wird der aus den 70er Jahren stammende, großzügige Einmündungsbereich zur B516 (Möhnestraße) im Bereich der Möhneburg. Der wird zurückgebaut. Für den neuen Radweg gibt es dort eine Überquerungshilfe in Richtung Warstein.

Ortsvorsteher Schmies hofft, dass die Arbeiten termingerecht abgeschlossen werden. Oder sogar eher. Was alles möglich ist, habe man vor zwei Jahren zwischen Bruchhausen und Brilon-Wald gesehen. Schmies: „Da wurden die ja auch früher fertig.“

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