Fotoausstellung

Backyards Art Gallery in Hallenberg eröffnet

Zahlreiche Gäste erfreuten sich bei der Eröffnung der Ausstellungan den Bildern der jugendlichen Fotografen. 

Zahlreiche Gäste erfreuten sich bei der Eröffnung der Ausstellungan den Bildern der jugendlichen Fotografen. 

Foto: Nicole Reuter

Hallenberg.   50 Werke jugendlicher Fotografen zum Thema Begegnung sind in einer Wanderausstellung zunächst im Rathaus Hallenberg zu sehen

Ausgerüstet mit einer Kamera oder dem Smartphone haben Jugendliche und junge Erwachsene Momente der Begegnung in ihrem Leben festgehalten. Rund 50 Werke wurden bei der Jugendkunstgalerie, der Backyards Art Gallery, am Freitagabend bei einer Vernissage im Hallenberger Rathaus der Öffentlichkeit präsentiert. In den kommenden Wochen finden sich die Fotografien in Schaufenstern und Rathäusern im gesamten Altkreis wieder.

„Im Moment ist in der Kunst richtig was los“, freute sich Bürgermeister Michael Kronauge zu Beginn der Eröffnung. Das Ende der Udo-Lindenberg-Ausstellung „Panische Malerei“ im Kump liegt nur wenige Tage zurück, Donald Duck und die Bewohner von Entenhausen sind ab dem 6. September dort zu finden und im Rathaus läuft die Ausstellung eXpressiv von Marita Mogensen.

Jetzt sind auch die jungen kreativen Köpfe an der Reihe und beweisen bei der Backyards Art Gallery, dass sie einen eigenen Blick auf ihre Umgebung werfen.

Wasserfall und Sonnenstrahlen

Im Mittelpunkt steht das Thema Begegnung – hinter den Motiven stecken individuelle Geschichten und Erlebnisse der Hobbyfotografen. Paul Mütze stellte bei der Vernissage zwei seiner Drucke vor. Eines sei in Schaffhausen am Rheinfall entstanden. „Dort waren wir mit der ganzen Klasse. Wir sind mit einem Boot ganz nah herangefahren“, erzählt der 14-Jährige. Sonnenstrahlen, die scheinbar in den Himmel ragen, konnte er auf einem weiteren Foto in Medelon hinter der Schützenhalle festhalten. „Das Foto habe ich durch Zufall auf der Hochzeit meiner Schwester gemacht. Es war sehr spät abends, als die Sonne hinter einem Haus unterging“, sagt er.

Bisher haben nur Freunde und Familie seine Bilder gesehen. Umso mehr freue er sich, dass durch die Ausstellung mehr Menschen seine Fotos sehen.

Tabea Mander aus Marsberg präsentiert auf einem ihrer Fotos eine Begegnung zwischen Mensch und Tier. Ein Mädchen streichelt über die Nase eines Pferdes. „Das Bild ist auf einem Bauernhof entstanden. Das Mädchen hatte zuvor Angst vor Pferden“, beschreibt die 15-Jährige. Nach der Begegnung sei die Angst verschwunden gewesen. „Ich verbinde damit, dass Begegnungen einen beeinflussen und etwas verändern können.“ Ob Begegnungen zwischen Menschen, Tieren oder mit der Natur – es gibt verschiedenste Interpretationen des Themas.

Die Ausstellung ist durch einen Aufruf des gemeinnützigen Schmallenberger Vereins Ensible, Stützpunkt für Jugendkultur in NRW, im Auftrag der Leader-Region Hochsauerland entstanden.

„Immer dann, wenn junge Menschen aktiv ins Geschehen eingebunden werden, wenn sie sich ernst und auch wichtig genommen fühlen, dann ergeben sich natürlich beachtliche Zukunftsperspektiven“, so Bürgermeister Kronauge, der auch stellvertretender Vorsitzender der Leader-Region Hochsauerland ist. Deshalb liege dem Verein die Unterstützung der Jugendkunstgalerie besonders am Herzen. Das Projekt gebe Jugendlichen einen besonderen Raum, sich auszudrücken.

Leben ist jeden Tag Begegnung

Cynthia Gruschke, Projektverantwortliche: „Es ist wichtig, dass sich auch Jugendliche im ländlichen Raum, der kein kulturelles Zentrum ist, einbringen. Es muss jemand da sein, der sie dazu motiviert.“ Dem stimmt Yao Houphouet, Geschäftsführer des Vereins Ensible, zu: „Junge Leute zeigen hier, dass die Region lebendig ist.“

Das Ziel sei es, Künstler wie Besucher über den Leitsatz „Das Leben ist: Begegnung, jeden Tag!“ auf eine emotionale Reise von der eigenen Selbstreflexion über die Wahrnehmung anderer Gesellschaftsmitglieder und ihrer Lebenssituationen zu führen. Dabei gehe es vor allem um die Erfahrung der Gemeinsamkeiten, die alle Mitglieder unserer Gesellschaft miteinander verbinden, heißt es.

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