Nachruf

Baron Elverveldt ist im Alter von 89 Jahren verstorben

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Alexander Joseph Maria Freiherr von Elverfeldt ist im Alter von 89 Jahren verstorben.

Alexander Joseph Maria Freiherr von Elverfeldt ist im Alter von 89 Jahren verstorben.

Foto: WP

Canstein.  Alexander Joseph Maria Freiherr von Elverfeldt ist verstorben. Er engagierte sich forstpolitisch und holte die CDU Marsberg aus einer Krise.

Wald und Forst waren seine besonderen Steckenpferde. Im Alter von fast 90 Jahren ist Alexander Joseph Maria Freiherr von Elverfeldt verstorben. Am 19. März 1929 wurde er in Niedermarsberg als erstes von sieben Kindern geboren. Baron von Elverfeldt entstammt dem alten westfälischen Adelsgeschlecht der Freiherren von Elverfeldt.

Der studierte Agraringenieur übernahm 1962 im Alter von 33 Jahren die Leitung des familieneigenen land- und forstwirtschaflichen Betriebes mit 320 Hektar landwirtschaftlich und 610 Hektar forstwirtschaftlich genutzter Fläche rund um Schloss Canstein.

Viele Ämter in der Forstwirtschaft

Forstpolitisch engagierte sich der Baron stark und vertrat die Belange vor allem der Privatwaldbesitzer in verschiedenen forstlichen Gremien. Er war Vorsitzender des Waldbauernverbandes NRW, des Forstausschusses bei der Obersten Forstbehörde NRW und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Er saß im Vorstand des SGDW-Landesverbandes NRW und der Deutschen Gesellschaft für Holzforschung. 1983 wurde er zum Präsidenten des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR) gewählt. In seiner Präsidentschaft machte er sich besonders um das zwiespältige Verhältnis zwischen Forstwirtschaft und Naturschutz und dem so genannten Waldsterben verdient.

Baron Elverfeldt erhielt das Bundesverdienstkreuz

Darüber hinaus war er über 50 Jahre Mitglied der CDU. Von 1975 bis 1979 war er Mitglied im Kreistag und von 1979 bis 1982 Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes Marsberg. Zu seinem besonderen Verdienst gehört, dass er in dieser Zeit die CDU Marsberg aus einer schweren innerparteilichen Krise zog.

Mit der Übergabe seines Betriebes an seinen Sohn zog sich Alexander Freiherr von Elverfeldt 1991 weitestgehend ins Privatleben zurück. In den folgenden Jahren verfasste er mehrere Bücher. Für seine vielfältigen Verdienste wurde ihm das Bundesverdienstkreuz am Bande 1. und 2. Klasse verliehen. Er war Träger der Goldenen Schorlemerplakette, der Wilhelm-Niklas-Medaille und der Goldenen Plakette der Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe.

Er hinterlässt seine Ehefrau und acht Kinder. Am Samstag wird Alexander Freiherr von Elverfeldt auf dem Familienfriedhof in Canstein beigesetzt.

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