Heirat

Besondere Hochzeits-Orte – Locations fürs Ja-Wort in Brilon

Hochzeitspaar  Annette und Matthias Kupitz

Hochzeitspaar Annette und Matthias Kupitz

Foto: Privat

Brilon.   In Brilon kann man auch im historischem Ambiente standesamtlich heiraten. Annette und Matthias Kupitz erzählen, wie es ihnen gefallen hat.

Die meisten Paare, die sich in Brilon standesamtlich trauen lassen, sagen Ja im Rathaus. Es gibt aber weitere schöne und besondere Orte für die Hochzeit. Wir stellen einige vor.

Als Annette und Matthias Kupitz sich das standesamtliche Ja-Wort gaben, machte der April mal wieder was er will: „Es hat geregnet und geschneit. Deshalb waren wir sehr froh, dass wir eine so tolle Lokalität ausgesucht hatten wie das Haus Hövener, wo wir uns auch drinnen sehr gut aufhalten konnten“, erzählt die Braut im Rückblick auf diesen besonderen Tag.

Das Paar aus Thülen hatte sich diese Räumlichkeiten ganz bewusst für ihre standesamtliche Hochzeit ausgesucht - auch das altehrwürdige Briloner Rathaus selbst hatten sie als Alternative ins Auge gefasst. Schließlich fiel die Wahl aber dann doch auf das Stadtmuseum, in dem man seit Mai 2017 heiraten kann - im Gewerkenzimmer, dem früheren Schlafzimmer von Wilhelmine „Minna“ Hövener.

Charme der Räume im Ambiente des 19. Jahrhunderts

Wie inzwischen viele Paare ließen sich auch Annette und Matthias Kupitz einfangen vom Charme der Räume im Ambiente des 19. Jahrhunderts. Unterzeichnet werden die Ehedokumente an einem Schreibtisch, an dem einst Richard Unkraut, der letzte aktive Gerwerke, seine Geschäfte geführt hat. An der Wand hängt in historisches Hochzeitsfoto aus dem Jahr 1929: Es zeigt die Biologin Dr. Maria Wilhelmine-Antonia Peters, die Schwester von Wilhelmine und ihren frisch angetrauten Ehemann Friedrich Peters.

Zum Mobiliar dieses Trauzimmers gehören unter anderem auch ein Sekretär mit Schreibsessel, ein hoher Zirkulierofen und ein Schrank mit Utensilien wie Goldwaage, Siegelstempel und Pfeifenköpfen. Maximal zwölf Leute können mit dabei sein, wenn das Hochzeitspaar hier die Ringe tauscht.

Anschließend geht es zum Sektempfang, der bei schlechtem Wetter zum Beispiel im Flur stattfinden kann. Dann können auch noch zusätzliche Gäste dazu kommen und mit dem Brautpaar anstoßen. Bei gutem Wetter lockt natürlich der Garten die Gesellschaft nach draußen. Das Hochzeitspaar bringt praktisch alles mit, was es für diesen Sektempfang braucht: Getränke, Tischdeko oder eventuell auch ein paar Häppchen.

24 Paare im Jahr 2018 heiraten im Haus Hövener

„Wir haben im Sommer fast jede Woche eine Hochzeit. Besonders gut angenommen werden die Möglichkeiten zum Sektempfang im Garten oder auch im Hochgarten zwischen den Rosen. Das ist traumhaft, wenn die blühen“, erzählt Apollonia Held-Wiese, pädagogische Mitarbeiterin des Stadtmuseums.

Sie freut sich, dass inzwischen so viele Hochzeitspaare das Angebot im Haus Hövener nutzen. 2018 haben 24 Paare hier „Ja“ zueinander gesagt. „Die Paare sind begeistert von der tollen Atmosphäre, von dem Haus, dem Garten und den Räumlichkeiten, die so viele Möglichkeiten bieten“, erklärt Apollonia Held-Wiese.

Das sehen auch Annette und Matthias Kupitz so: „Das historische Ambiente dort hat uns sehr gut gefallen und die Mitarbeiter waren sehr nett und unkompliziert.“

Und für das schlechte Wetter am standesamtlichen Hochzeitstag wurden die Thülener schließlich bei ihrer kirchlichen Hochzeit mehr als entschädigt. Die Braut erzählt: „Wir hatten ganz tolles Wetter und haben in der Kapelle in Radlinghausen geheiratet.“

140 Paare haben in 2018 in Brilon geheiratet

140 Paare haben in Brilon 2018 den Bund fürs Leben geschlossen, davon 98 im historischen Rathaus am Marktplatz, elf im Amtshaus Thülen, 24 im Stadtmuseum und sieben im Hotel am Kurpark.

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