Umzug

Biologische Station zieht von Bödefeld nach Brilon

Das Feuerwehr-Ausbildungszentrum in Brilon wird durch den Neubau in Meschede-Enste überflüssig. Hier soll die Biologische Station einziehen

Das Feuerwehr-Ausbildungszentrum in Brilon wird durch den Neubau in Meschede-Enste überflüssig. Hier soll die Biologische Station einziehen

Foto: Hendrichs Jürgen

Brilon.   Anfang April wird die Biologische Station von Bödefeld nach Brilon umziehen. Sie ist dort auch näher an den vielen Naturschutzgebieten.

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24 Jahre lang war die Biologische Station in einem ehemaligen Schwesternhaus in Schmallenberg-Bödefeld angesiedelt, jetzt heißt es für die Mitarbeiter Kisten packen, denn Anfang April steht der Umzug nach Brilon an. Rund 250 Kartons und die Büroeinrichtung wandern mit. Neuer Standort wird der Gebäudetrakt neben der Polizei in Brilon sein, wo bisher das Ausbildungszentrum für Feuer- und Katastrophenschutz angesiedelt war. Das wiederum ist nun im neuen Feuerwehrzentrum in Enste.

Das Gebäude in Bödefeld soll abgerissen werden, da es in einem sehr maroden Zustand ist. Auch mit Blick auf die Heizungsanlage gab es großen Sanierungsbedarf. Die Sanierung wäre einfach zu teuer geworden, so Kreis-Pressesprecher Jürgen Uhl. Deshalb hat der Kreistag im Dezember beschlossen, das kreiseigene Gebäude an die Stadt Schmallenberg zu verkaufen.

„Räumlichkeiten in Brilon sind gut geeignet“

„Die Räumlichkeiten in Brilon sind aus unserer Sicht gut geeignet“, erklärt Werner Schubert, Leiter der Biologischen Station. Auch platztechnisch war es in Bödefeld im Laufe der Jahre recht eng geworden. Der Landschaftspflege-Trupp beispielsweise bestehe inzwischen aus sechs Mitarbeitern und im Laufe der Zeit seien diverse Maschinen und Arbeitsgeräte hinzugekommen. In Brilon gebe es für diesen Bereich sehr gut geeignete Räumlichkeiten.

Praktikanten können in Brilon untergebracht werden

Die Fortbildungsstätte in Brilon besteht aus vier Etagen. Von den drei bestehenden Seminarräumen bleibt einer erhalten, der auch künftig genutzt werden soll. Die beiden anderen werden zu Büros umgebaut. Auch die Garage wird durch die Biologische Station genutzt.

Vorhanden sind in dem Briloner Gebäude auch Übernachtungsmöglichkeiten und Sanitäranlagen, Kochgelegenheit und Küchenecke, die für die Feuerwehr-Seminare genutzt wurden. Für die Biologische Station bietet das die Möglichkeit, zum Beispiel Teilnehmer des ökologischen Jahres oder Praktikanten direkt im Gebäude unterzubringen.

Im Altkreis Brilon liegen viele Naturschutzgebiete

Da im Altkreis Brilon auch der Schwerpunkt der Naturschutzgebiete liegt, ist hier künftig eine sehr gute Erreichbarkeit gegeben, so Werner Schubert. Große Projekte in der Umgebung sind unter anderem der Biotopverbund Diemeltal, das Life-Projekt Medebacher Bucht, die Winterberger Bergwiesen und die Möhneauen. Insgesamt gibt es im HSK 563 Naturschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von rund 26 000 Hektar. Darin enthalten sind die 54 FFH(Fauna-Flora-Habitat)-Gebiete, die zum europäischen Schutzgebietsnetz NATURA 2000 gehören.

Jährlich erscheint ein umfangreiches Jahresprogramm, in dem auch die Veranstaltungen des Vereins für Natur- und Vogelschutz im HSK sowie der Kräuterpädagogen veröffentlicht werden. Unter anderem werden Vorträge und Exkursionen, Obstbaumschnitt- und Sensenkurse und das Zeltlager „Zelten wie die Kelten“ für Kinder im Alter von 8-12 Jahren angeboten.

Auch Kreis-Veterinäramt zieht um

Das Stühlerücken beim Kreis setzt sich auch beim Kreisveterinäramt fort: Der Fachdienst wird in den nächsten acht Wochen komplett in das Gebäude im Dünnefeld in Meschede umziehen, in dem Rettungsdienst und Katastrophenschutz untergebracht waren, bevor die neue Leitstelle in Meschede-Enste in Betrieb genommen wurde.

Drei Mitarbeiter aus Brilon und 13 aus Meschede

Umziehen heißt es also sowohl für die drei Mitarbeiter der Kreisveterinäramts-Außenstelle in Brilon als auch für die 13 Beschäftigten im Mescheder Kreishaus. Die Räumlichkeiten werden zurzeit hergerichtet. In Brilon wird es dann also keine Außenstelle mehr geben.

„Durch diese Maßnahme haben wir künftig das Veterinäramt zen-tral an einem Ort. Vorteil ist außerdem, dass in dem Gebäude auch der Sitz der Landwirtschaftkammer ist, so dass der direkte Kontakt und Austausch dort sehr gut gegeben ist“, erklärt Martin Reuther, Pressesprecher des HSK. Ein Teil des Gebäudes im Dünnefeld gehört dem Kreis, der andere der Landwirtschaftskammer.

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