Ermittlungen

Brand in Medebach durch Feuerwerkskörper ausgelöst

Das Dachgeschoss ist der am stärksten zerstörte Gebäudeteil in dem Mehrparteienhaus in Medebach

Das Dachgeschoss ist der am stärksten zerstörte Gebäudeteil in dem Mehrparteienhaus in Medebach

Foto: Kerstin Neumann-Schnurbus

Medebach.   Ein auf einem Balkon im obersten Stock gelandeter Feuerwerkskörper ist laut Polizei die Ursache für das Feuer, das ein Mehrfamilienhaus zerstörte

Der Brand in einem Zehn-Parteien-Haus in Medebach in der Silvesternacht ist von einem Feuerwerkskörper ausgelöst worden. Davon gehen die Brandermittler der Polizei inzwischen aus. Die Ermittlungen hätten ergeben, dass ein Feuerwerkskörper auf dem Balkon einer Wohnung im obersten Stock gelandet sei. Dadurch seien Gegenstände auf dem Balkon in Brand geraten; das Feuer griff dann auf den Dachstuhl über.

Wie lange die Brandausbreitung bis zum Dach gedauert hat, dazu konnte Polizeisprecher Sebastian Held gestern keine Angaben machen. „Das hängt immer davon ab, wieviel und welches Material brennt.“ Die Bewohner der Wohnung, auf deren Balkon das Feuer ausbrach, waren in der Silvesternacht nicht zu Hause. Derzeit ermittle die Polizei allgemein wegen eines Brandfalls, so Held. Weitere Ermittlungen müssten nun zeigen, ob man einen Verursacher ausfindig machen könne – also die Person, die den Feuerwerkskörper gezündet hat. Ob und gegebenenfalls welcher Vorwurf dieser Person zu machen sei, müssten die Ermittlungen zeigen.

Vermisste Katzen wohlauf

Von den 23 Hausbewohnern sind elf bei Freunden, Verwandten und Bekannten untergekommen; die zwölf anderen habe die Stadt vorübergehend untergebracht, sagte gestern Annegret Hunold vom Medebacher Ordnungsamt. Ferien- und unvermietete Wohnungen dienten als Übergangsbleibe. Das Ordnungsamt gehe derzeit davon aus, dass von den zehn Wohnungen sechs innerhalb relativ kurzer Zeit wieder bewohnbar sein könnten. Derzeit seien aber im gesamten Gebäude Strom, Wasser und Heizung abgestellt. Zwei Wohnungen im Obergeschoss seien hingegen durch Feuer und Löschwasser weitgehend zerstört.

Wie es mit dem Haus weitergeht, ist Sache der Eigentümerinnen. Gestern war von dritter Seite zu erfahren, dass für heute ein Gutachtertermin angesetzt ist.

Eine gute Nachricht gab es indes noch vom Ordnungsamt: Den beiden Katzen, die nach dem Brand vermisst wurden, gehe es gut. Sie seien unversehrt aufgetaucht, als die Bewohner am Neujahrstag kurz in die Wohnung durften, um persönliche Sachen herauszuholen.

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