Aktion

Brilon: Aktion rückt jüdische Worte in den Fokus der Stadt

| Lesedauer: 2 Minuten
Jessica N‘Guessan, Manuela Buchau, Christina Wegener und Dr. Frauke Brauer (von links) präsentieren die Plakataktion „Jiddismen – deutsche Worte mit jüdischen Wurzeln“.

Jessica N‘Guessan, Manuela Buchau, Christina Wegener und Dr. Frauke Brauer (von links) präsentieren die Plakataktion „Jiddismen – deutsche Worte mit jüdischen Wurzeln“.

Foto: Stadtbibliothek Brilon

Brilon.  Viele Worte, die man täglich benutzt, haben jüdische Wurzeln. Mit einer Aktion weisen die Stadtbibliothek und die Caritas Brilon nun darauf hin:

„Boss“, „Kaff“, „Macke“ und „Zocken“ – das sind Worte des täglichen deutschen Sprachgebrauches. Dass diese deutschen Worte jüdische Wurzeln haben, wird den allermeisten Menschen nicht bekannt sein. Mit der Plakataktion „Jiddismen – deutsche Worte mit jüdischen Wurzeln“ wollen die Stadtbibliothek Brilon und die Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit ADA des Caritasverbandes Brilon in den nächsten Wochen Begriffe des deutschen Sprachgebrauches vorstellen und den jüdischen Hintergrund und dessen Bedeutung erläutern.

Lesen Sie auch:Warum die Stadt Brilon den Martinszug nicht ausrichten will

An elf Orten sichtbar

Die deutschen Worte mit jüdischen Wurzeln werden an folgenden Briloner Orten sichtbar präsentiert: in der Stadtbibliothek Brilon, in der Geschäftsstelle der Caritas, in den Caritas-Werkstätten, im evangelischen Gemeindezentrum, im Haus Hövener, im Krankenhaus Maria Hilf, in der katholischen Kirchengemeinde, im Bürgerzentrum Kolpinghaus, der BWT, in den Schaukästen der Stadt und in den Fenstern im Rathaus.

Lesen Sie auch:Wartezeiten bei Fachärzten: Menschen aus dem HSK verzweifeln

Lesen Sie auch:Ärztemangel im HSK: So knapp wird die Versorgung in Brilon

Plakativ werden die Worte sichtbar, ein QR-Code auf jedem Plakat erzählt die Geschichte hinter den Worten – auch nachlesbar auf der Webseite der Stadtbibliothek Brilon unter www.stadtbibliothek-brilon.de. Wer diese Aktion in den sozialen Medien verfolgen möchte, findet auf dem Facebook- und Instagram-Kanal der Stadtbibliothek Brilon weitere Informationen.

Lesen Sie auch:Wie ein Unternehmen aus Brilon Wald mit Drohnen retten will

Jüdisches Leben sichtbar machen

Die Stadtbibliothek und die Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit ADA des Caritas Verbandes Brilon möchten mit dieser Aktion gängige, oft diskriminierende Bilder über jüdisches Leben abbauen. Da Antisemitismus sich oft auch in der Sprache zeigt, wollen die Partner durch die Plakate nicht nur jüdisches Leben und die Sprache sichtbar machen, sondern sie möchten dazu einladen, einen Denkprozess anzustoßen, der stigmatisierende und diskriminierende Bilder zu Menschen jüdischen Glaubens hinterfragt und die Chance nutzen, ein neues Sprachbewusstsein anzuregen.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Altkreis Brilon

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben