Lokalpolitik

Brilon: Diesmal kein Polit-Scharmütze bei Schiedsmann-Wahl

Die Wahl eines Schiedsmanns verlief diesmal in Brilon ruhiger als vor fünf Jahren – nur aus einem Grund.

Die Wahl eines Schiedsmanns verlief diesmal in Brilon ruhiger als vor fünf Jahren – nur aus einem Grund.

Foto: André Hirtz / FUNKE Foto Services

Brilon.  Vor fünf Jahren war die Schiedsmann-Wahl im Rat Brilon ein politischer Machtkampf. Eine Personalie sorgt dafür, dass es diesmal ruhiger zuging.

Na also, es geht doch: War vor fünf Jahren die Wahl eines Schiedsmannes im Rat zu einem anderthalbstündigen Polit-Scharmützel mit vier geheimen Wahlgängen ausgeartet, so ging sie diesmal in Brilon ohne jedwede Diskussion und einstimmig über die Bühne.

Dabei waren die zur Wahl stehenden Protagonisten dieselben wie damals. Für den Schiedsamtsbezirk I - er besteht in der Kernstadt aus dem Oberen und dem Niederen Quartal und zu ihm gehören zudem Altenbüren, Scharfenberg, Rixen und Esshoff - wurde Volker Elias wiedergewählt, und für den Schiedsamtsbezirk II - er umfasst den Rest des Stadtgebiets inklusive der Ortsteile - wurde Christiane Kretzschmar als Nachfolgerin von Hellmut Roitsch gewählt, der für eine dritte Amtszeit nicht mehr zur Verfügung stand.

Der Rückblick

Vor fünf Jahren war die mit Beginn der neuen Ratsperiode nach über 30 Jahren aus dem Rat ausscheidende BBL-Stadtverordnete Christiane Kretzschmar von der SPD als Kandidatin für den Bezirk I vorgeschlagen worden, weil die BBL damals den eigentlich vorgesehenen und auch von der CDU mitgetragenen Kandidaten kategorisch abgelehnt hatte.

Damals hatte die SPD offenbar die nach der Wahl aus BBL, FDP und Linke geschmiedete Ein-Stimmen-Mehrheit noch nicht aufs Spiel setzen wollen. Die CDU hatte aus einem grundsätzlichen Grund gegen Christiane Kretzschmar gestimmt: Sie wollte diesen Posten nicht mit einem Ratsmitglied besetzen. Letztlich hatte es dann für den von der CDU vorgeschlagenen Volker Elias ein Mehrheitsvotum gegeben.

Mit dem Ausscheiden von Christiane Kretzschmar aus dem Rat und der vakanten Stelle im Bezirk II stand der Wahl diesmal nichts entgegen.

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