Soziales

Brilon schafft in Madfeld mehr Platz für den Kindergarten

Blick über Madfeld. Der städtische Kindergarten Zwergenland und die ehemalige Schule liegen in der Ortsmitte.

Blick über Madfeld. Der städtische Kindergarten Zwergenland und die ehemalige Schule liegen in der Ortsmitte.

Foto: Hans Blossey

Madfeld.  Das Zwergenland in Brilon-Madfeld soll eine Dependance bekommen. Die Stadt will die ehemalige Schule umbauen und mitnutzen.

Die ehemalige Schule von Brilon-Madfeld soll künftig von dem Kindergarten mitbenutzt werden. Dort soll die Betreuung der Ü3-Kinder stattfinden. Gleichzeitig sollen in dem rund 100 Meter entfernten „Zwergenland“ die Ruheräume für die U3-Kinder bedarfsgerecht angepasst werden. Gesamtkosten: rund 401.000 Euro. Mittwoch, 23. September, befasst sich der Ausschuss für Jugend, Familie, Soziales und Senioren mit dem Thema.

Vorweg: Das Geld, so die Verwaltung, stehe im Gesamtbudget des Gebäudemanagements zur Verfügung, da andere für dieses Jahr geplante Maßnahmen voraussichtlich nicht mehr realisiert werden können. Zudem erwarte man eine Förderung in Höhe von rund 204.000 Euro.

16 zusätzliche Plätze

Zurzeit besuchen sieben Kinder unter drei und 32 Kinder über drei Jahren die Einrichtung. Fünf U3-Kinder konnten nicht aufgenommen werden und stehen auf der Warteliste. Für die kommenden Jahre geht die Stadt von einem einen zusätzlichen Platzbedarf für bis zu elf über und bis zu sechs unter Dreijährige aus.

Die Betriebserlaubnis umfasst neun U3- und 26 Ü3-Plätze. Das von der Kindergartenleitung ausgearbeitete Konzept sieht vor, das Bestandsgebäude in der Margarethenstraße für die U 3-Kinder herzurichten; dort würden insgesamt 15 und sechs Plätze mehr zur Verfügung stehen. In der alten Schule in der Bernhard-Bartmann-Straße könnten rund 34 Kinder und damit acht mehr betreut werden.

Separater Mehrzweckraum

In der alten Schule soll zudem ein eigener Mehrzweckraum eingerichtet werden. Denn das vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe vorgegebene Raumprogramm sieht bei einem Standort-Splitting vor, dass die Kinder den - in diesem Fall im Bestandsgebäude vorhandenen - Mehrzweckraum trockenen Fußes erreichen können. Dazu hätte hier der etwa 60 Meter lange Verbindungsweg zwischen den beiden Gebäuden gepflastert und überdacht werden müssen.

Weiteres Thema: Flüchtlingsunterkünfte

Seit Aufgabe des Gebäudes durch den Schulverbund Alme-Thülen-Madfeld vor zehn Jahren nutzen örtliche Vereine die Räume. Im Zuge des Umbaus würde das ehemalige Schulgebäude eine neue Heizung erhalten.

Die öffentliche Sitzung findet Mittwochnachmittag um 17.30 Uhr unter Corona-Bedingungen in der Schützenhalle Madfeld statt. Außerdem stehen unter anderem von der BBL beantragte Berichte über die Belegung der Kindergärten und der Flüchtlingsunterkünfte auf der Tagesordnung.

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