Gesundheit

Briloner Krankenhaus schließt ersten Sanierungsschritt ab

Eines der neuen Zwei-Bett-Zimmer im Briloner Krankenhaus, von links Pflegedirektor Thomas Pape, Geschäftsführerin Sonja Drumm und Ärztl. Direktor Dr. Marc Garbrecht

Eines der neuen Zwei-Bett-Zimmer im Briloner Krankenhaus, von links Pflegedirektor Thomas Pape, Geschäftsführerin Sonja Drumm und Ärztl. Direktor Dr. Marc Garbrecht

Foto: Jürgen Hendrichs

Brilon.   Für den Architekten war es „wie eine Operation am offenen Herzen“. Das Briloner Maria Hilf erhält neue Zwei-Bett-Zimmer und neue Funktionsräume.

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Für Jens Göllner, den Architekten, war es „wie eine Operation am offenen Herzen“: Am Donnerstag hat das Maria Hilf-Krankenhaus den ersten Abschnitt des acht Millionen Euro schweren Sanierungsplanes abgeschlossen. Der umfasst zum einen den Umbau von acht Drei- in Zwei-Bett-Zimmer auf der „Inneren“ im ersten Obergeschoss. Die besondere Herausforderung allerdings war eine andere: die Konzentration der bisher vier verteilten Pflege- und Medikamenteninseln im neuen sogenannten Mittelblock der „Inneren“. Da gibt es die Arbeitsplätze für das Pflegepersonal, den sogenannten „Arbeitsraum rein“ für die Aufbewahrung und Aufbereitung der Medikamente und Pflegemittel sowie einen ansprechenden Aufenthaltsraum Bistro-Charakter.

Kompletten Umbau bis Ende 2022 abschließen

Das, so der Architekt, sei nicht nur solitär für den jetzt abgeschlossenen Bauabschnitt in der ersten Etage möglich gewesen, sondern dafür haben auch schon die Installationen in der Vertikalen über alle drei Etagen für die künftigen Umbaumaßnahmen vorbereitet werden müssen - bei laufendem Betrieb. Die, so Jens Göllner, „funktionale Neustrukturierung“ des Krankenhauses soll Ende 2022 abgeschlossen werden. Jetzt seien zum Beispiel in allen drei Etagen die sechs sogenannten „Unrein-Räume“, also jene Räume, in denen die Bettpfannen und Urinflaschen entleert und gesäubert werden, komplett neu angelegt worden.

Stand bis Anfang vergangenen Jahres nur die Modernisierung der Zimmer auf dem Arbeitplan, so habe man sich dann entschlossen, den gesamten Pflegebereich im Bettenhaus zukunftsorientiert im Sinne von patientenorientierten Prozessabläufen umzustrukturieren. Jens Göllner: „Was man nicht sieht, das hat so lange gedauert.“ Erst Mitte des Jahres hätten die für die umfangreichen Maßnahmen bis hin zum Brandschutz erforderlichen Genehmigungen von Bauaufsicht und Gesundheitsamt vorgelegen. Den neuen zentralen Mittelblock empfindet auch der Ärztliche Direktor des Krankenhauses, Dr. Marc Garbrecht als Bereicherung und Entlastung: „Früher musste man im Zickzack laufen. Jetzt haben wir alles an einer Stelle.“

Nächstes Kontingent in drei Monaten fertig

Den Patienten stehen jetzt die ersten der neuen, komfortablen Zwei-Bett-Zimmer inklusive Bad zur Verfügung. Der raumhohe Schrank zwischen den Betten sorgt für ein wenig Privatsphäre. In ihm ist auch die gesamte Technik integriert, einschließlich des Anschlusses für Sauerstoff. Die Zimmer verfügen über Fernsehen sowie einen Klapptisch. Noch nicht geliefert wurden die neuen, elektronisch steuerbaren Betten. Alleine dafür steht ein Budget von einer halben Million Euro zur Verfügung, Auf jeder Bettenstation gibt es ein spezielles, rollstuhlgerechtes Einzelzimmer mit einem besonders großen Bad. Das steht auch für Adipositas-Patienten zur Verfügung.

Während das medizinische Personal seinen neuen Arbeitsplatz bereits gestern in Betrieb nehmen konnte, folgt am Wochenende die Verlegung der Patienten aus dem gegenüberliegenden Flur in die neuen Räume. Dann beginnt dort die Modernisierung der acht Zimmer. Das, so der Technische Leiter des Krankenhauses, Johannes Hillebrand, werde etwa drei Monate in Anspruch nehmen - und auch nicht mehr den Lärm verursachen, der in den vergangenen Monaten ständige Begleiter war.

Am Abend fand die offizielle Einweihung mit dem Träger und Geldgeber, sprich: der Stadt, statt. Dabei wurden die sanierten Räume auch gesegnet. Zu dem neuen Inventar gehören auch die neuen Kruzifixe auf jedem Zimmer.

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