Tierheim

Briloner Tierheim sammelt bundesweit Spenden für Katzenhaus

Tierheimleiterin Lena Becker, Stefan Schütte von betterplace.org und Kassenwartin Nadine Jäger (von links)

Foto: Jana Naima Fischer

Tierheimleiterin Lena Becker, Stefan Schütte von betterplace.org und Kassenwartin Nadine Jäger (von links) Foto: Jana Naima Fischer

Brilon.   Das Briloner Tierheim sammelt über die Internetseite betterplace.org Spenden für ein Katzenhaus. Ziel ist das Angebot einer Pension für Katzen.

Nadine Jäger, Kassenwartin des Tierschutzvereins, ist begeistert von der neuen Möglichkeit: „Spenden sind generell immer willkommen, auf der Internetseite haben Menschen aber die Möglichkeit, gezielt für ein Projekt ihrer Wahl zu spenden!“, sagt sie. In diesem Fall das Katzenhaus, das schon im Bau ist. Bisher wurde der Schimmel beseitigt und frisch gestrichen. „Es fehlen aber noch die Heizung, Fenster und eine Überdachung“, sagt Tierheimleiterin Lena Becker. Dazu soll Geld verwendet werden, dass bei der Spendenaktion über betterplace.org zusammenkommt.

Durch Berichterstattung in der WP aufmerksam geworden

Initiiert wurde die Idee von Stefan Schütte von betterplace.org. Er ist beauftragt für das Sauerland. „Ich bin durch die Berichterstattung der WESTFALENPOST auf das Tierheim aufmerksam geworden und dachte mir, dass der Verein Hilfe benötigt“, sagt er.

Ein kurzer Rückblick: Im Juni 2016 wurde entschieden, ob das Tierheim gehalten oder geschlossen wird. Lange Zeit war das Tierheim in einem maroden Zustand, der Verein schrieb rote Zahlen. Die Insolvenz war absehbar. Der damalige Vorsitzende Rüdiger Vieten erklärte die finanzielle Lage mit sinken Zuschüssen und steigenden laufenden Kosten. Rüdiger Vieten und seine Frau wiesen die Vorwürfe von undurchsichtiger Kassenführung zurück, woraufhin der gesamte Vorstand zurücktrat. Manfred Holzky wurde neuer Vorsitzender. Jetzt geht es darum, das Tierheim teilweise zu sanieren, angefangen mit dem Katzenhaus.

Idee zu betterplace.org kam den Gründern bei einer Weltreise

Langfristiges Ziel des Vereins ist es, eine Katzenpension anzubieten, damit Geld in die Kasse fließt. Auch andere Dienstleistungen sind vorstellbar, wie Lena Becker es vage formuliert. Manfred Holzky noch vor Weihnachten vergangenes Jahr zur WP: „Wir setzen alle Finanzen zum Erhalt des Tierheims ein. Das ist unser vorrangiges Ziel, denn ein Neubau ist nicht drin.“ Damals kämpfte das Tierheim noch mit dem Schimmelbefall, der jetzt endgültig beseitigt ist.

Wieviel Geld über betterplace.org gesammelt werden soll, steht noch nicht fest. Der konkrete Betrag soll aber in den nächsten Tagen angegeben werden, anders funktioniert die Sammlung bei dem Unternehmen nicht. „Die Idee zu betterplace.org kam den Gründern bei einer Weltreise. Es geht darum, konkret für Projekte zu spenden, die man unterstützen will, weil es eben oft so ist, dass man nicht weiß, wohin man seine Spende schicken soll und welche Organisation die richtige ist“, so Stefan Schütte.

Updates für die Spender: Wissen, wo das Geld bleibt

Allein rund 460 Aktionen die Tierheime betreffen sind auf der Seite zu finden. Zehn Millionen mal wird die Seite täglich aufgerufen. Eine große Chance, schnell an den Betrag zu kommen. „Organisationen, die Geld über die Seite sammeln wollen, können auch den Spendern kleine Updates geben, wo die Spenden eingesetzt werden und – wie in diesem konkreten Beispiel – der Bau des Katzenhauses läuft“, erklärt Stefan Schütte.

Zum Schluss betont Nadine Jäger noch: „Wer will, kann auch Zeit spenden, für die Tiere. “

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