LITERATUR

Buch über Drogensucht aus der Sicht von Betroffenen

Kokain ist eine der Drogen,die zur Sucht werden kann. Über die Abhängigkeit von Drogen schreibt Elisabeth Hastetter in ihrem neuen Roman "Mach Dir keine Sorgen".

Kokain ist eine der Drogen,die zur Sucht werden kann. Über die Abhängigkeit von Drogen schreibt Elisabeth Hastetter in ihrem neuen Roman "Mach Dir keine Sorgen".

Beringhausen.   Ein Buch von Elisabeth Hastetter aus Beringhausen erzählt Geschichten von der Abhängigkeit. Autorin arbeitete 30 Jahre in der Psychiartrie.

„Mach Dir keine Sorgen“. Unter diesem Titel veröffentlicht Elisabeth Hastetter ihr zehntes Buch. Diesmal hat sie sich dem Thema Drogen mit all seinen Facetten gewidmet. Sie lässt Drogenabhängige zu Wort kommen und ihr Leben selbst erzählen; während der Abhängigkeit, davor und danach.

„Es sind zum Teil nicht leicht verdauliche Geschichten“, sagt sie bei der Präsentation ihres neuen Romans. Aber sie entspringen alle der Realität. Denn die Autorin war 30 Jahre lang in der Psychiatrie beschäftigt und damit immer wieder nah am Thema. Auch hat sie selbst Bekannte, die Erfahrungen mit Drogen gemacht haben. Auch diese Geschichten hat sie in ihrem Roman verwertet. „Natürlich habe ich die Sachverhalte, Menschen und Namen verändert.“

Vier Jahre Recherchearbeit

Vier Jahre Recherchearbeit hat sie investiert. Denn sie wollte die verschiedenen Wirkungsweisen von Drogen und die verschiedenen Drogen selbst korrekt beschreiben.

In ihrem neuen Roman lässt sie die Journalistin Mira die Geschichten über die Drogenabhängigen erzählen. Mira arbeitet für ein Hochglanzmagazin. Sie recherchiert für eine Fortsetzungsserie im Drogenmilieu mit Beschaffungskriminalität und Entwöhnung, als Mitläufer oder Dealer. Mira selbst raucht, wenn sie richtig in der Arbeit steckt, mindestens 30 Zigaretten am Tag, trinkt Unmengen von Kaffee und benötigt am Abend mindestens zwei bis drei große Gläser Rotwein, um zur Ruhe zu kommen.

Im Dezember 80. Geburtstag

Sie interviewt Fabian. Er raucht als Jugendlicher erst Cannabis, geht mit Freunden auf Diebestour. Zuerst nahm er Drogen nur, weil alle anderen das auch taten. Später hat er erkannt, dass er mit den Drogen dem Druck zu Hause entfliehen konnte. Mithilfe seines Vaters kam er dann doch davon los.

Karin reißt früh aus ihrem problematischen Elternhaus aus und gerät gleich in die Arme eines vermeintlichen Freundes, der sie erst in die Abhängigkeit von Drogen und von ihm bringt und sie dann zur Prostitution zwingt. Doch sie kann entfliehen.

Diana wird von ihrer Mutter nicht geliebt. Sie verlässt früh ihr Zuhause, finanzierte sich ihren Drogenkonsum durch Jobben, auch als Klofrau. Verliebt sich in einen ebenfalls drogenabhängigen Arbeitskollegen, wird schwanger. Das Kind verliert sie, weil er sie im Suff in den Bauch getreten hat.

Kürzertreten in höherem Alter

Auch in dem neuen Roman darf eine Reisebeschreibung nicht fehlen. Diesmal geht’s nach Portugal. Elisabeth Hastetter wird im Dezember 80 Jahre alt und sie möchte etwas kürzertreten. „Was nicht heißt, dass ich aufhören werde zu schreiben“, lacht sie vergnügt. An ihrem nächsten Roman schreibt sie bereits. Aber ob sie ihn jemals veröffentlichen wird? „Das weiß ich noch nicht.“

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