Widerstand

Bürgerinitiative gegen Windräder bei Züschen gegründet

Bei der Gründung der Bürgerinitiative unterzeichnen 205 Bürger eine Beitrittserklärung.

Foto: Rita Maurer

Bei der Gründung der Bürgerinitiative unterzeichnen 205 Bürger eine Beitrittserklärung. Foto: Rita Maurer

Züschen  Gegen die Pläne, im Wald zwischen Züschen und Liesen Windkraftanlagen zu errichten, regt sich Widerstand. Eine Bürgerinitiative ist gegründet worden

. „Wir packen’s an“, erklärte Achim Lücke zum Abschluss des Windkraft-Informationsabends am Dienstag in Züschen. Zuvor hatte der frisch gewählte Vorsitzende des neuen „Vereins für Natur und Umweltschutz Nuhnetal“ schon bewiesen, dass er und sein Vorstandsteam in den vergangenen Wochen angepackt hatten. 205 Mitglieder traten dem Verein am Dienstagabend bei, viele weitere nahmen sich die Beitrittserklärung mit nach Hause.

Ende Oktober war durch die Westfalenpost bekannt geworden, dass die Firma Juwi aus Rheinland-Pfalz fünf 210 Meter große Windräder zwischen Liesen und Züschen bauen will; Anfang November fand dazu ein erster Infoabend in Liesen statt. Seitdem hat sich eine engagierte Gruppe aus Züschern und Liesern zusammengetan, um eine Bürgerinitiative gegen dieses Vorhaben zu gründen.

Wie Achim Lücke den rund 400 Zuhörern berichtete, wird sich der Verein dem Dachverband „Gegenwind“ anschließen, um sich mit anderen, bereits erfahrenen Organisationen zu vernetzen. Außerdem bestehe bereits Kontakt mit den Bürgerinitiativen in Elpe, Altenfeld und Bromskirchen. „Wir werden alles tun, um die Windräder hier zu verhindern“, kündigte Lücke an.

Verein hofft auf Schwarz-Gelb

Durch die finanzielle Unterstützung von drei Firmen aus Hesborn, Züschen und Hallenberg wurden zudem zwei Fachanwälte für Baurecht und Windenergieanlagen aus Hamm eingeschaltet. Diese prüfen laut Verein momentan, ob sie die Windräder auf dem Verwaltungsweg verhindern können.

Die größte Hoffnung der Vereinsmitglieder liege in der Ankündigung der Landesregierung, den Mindestabstand für Windräder zu Wohngebieten ab 2018 auf 1500 Meter zu erhöhen und keine Anlagen im Wald mehr zu genehmigen.

Es liefen zudem Überlegungen, eventuell eigene Gutachten in puncto Natur- und Artenschutz, Abstandsflächen und Lärmbelästigung in Auftrag zu geben.

Bis März 2018 läuft ein Gutachten, das die Juwi AG beauftragt hat. Das Unternehmen aus Wörrstadt hat sich gestern Abend auf Anfrage der Westfalenpost umfangreich schriftlich zu seinen geplanten Windkraftprojekten in der Region geäußert. Ein Bericht dazu folgt.

Folgen Sie der WP Altkreis Brilon auf Facebook.

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik