Unfall

Schulkinder verunglückt– Busfahrer unter schlimmem Verdacht

Kurz vor dem Ortseingang Lichtenau-Grundsteinheim kommt ein Linienbus mit Schulkindern aus bislang ungeklärter Ursache von der Straße ab und kollidiert mit einem Baum. 20 Fahrgäste werden verletzt, zwei von ihnen schwer. 

Kurz vor dem Ortseingang Lichtenau-Grundsteinheim kommt ein Linienbus mit Schulkindern aus bislang ungeklärter Ursache von der Straße ab und kollidiert mit einem Baum. 20 Fahrgäste werden verletzt, zwei von ihnen schwer. 

Foto: Polizei NRW Paderborn

Lichtenau.   Bei einem Unfall eines Linienbusses in Lichtenau bei Marsberg werden 30 Menschen, darunter viele Kinder, verletzt. Der Fahrer muss zur Blutprobe.

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Die Polizei stellte den Bus für weitere Untersuchungen hinsichtlich technischer Mängel sicher. Wegen des Verdachts auf Drogen- oder Medikamentenkonsum wurde dem Busfahrer eine Blutprobe entnommen, heißt es im Polizeibericht. Den Führerschein des Mannes stellten die Beamten sicher.

Zehnjähriges Kind schwer verletzt

Der Unfall hatte sich am Dienstagmorgen ereignet. Mindestens 30 Menschen wurden verletzt - ein zehn Jahre altes Mädchen und eine Frau (50) erlitten schwere Verletzungen. Ob es weitere schwer Verletzte gibt, steht noch nicht fest.

Der 43-jährige Busfahrer fuhr gegen 7 Uhr mit 35 Fahrgästen auf der Kreisstraße 13 von Iggenhausen nach Grundsteinheim. Kurz vorm Ortseingang kam der Bus aus ungeklärter Ursache nach rechts von der Straße ab und prallte mit der vorderen rechten Fahrzeugecke gegen einen Baum.

Alarmierte Eltern vor Rettungsdienst am Unfallort

Der Bus riss im Anstoßbereich und teils entlang der rechten Seite auf. Wenige Meter nach der Kollision blieb das Fahrzeug mit Totalschaden am Straßenrand stehen.

Während der Busfahrer (43) unverletzt blieb, zogen sich mindestens 30 Insassen Verletzungen zu. Noch bevor der Rettungsdienst eintraf, erreichten von den Schülern verständigte Eltern sowie ein anderer Busfahrer den Unfallort und begannen mit der Ersten Hilfe. Feuerwehr und Rettungsdienst sowie mehrere Notärzte und zwei Rettungshubschrauber wurden eingesetzt.

Notfallseelsorger kümmern sich um Businsassen und Angehörige

Eine schwer verletzte 50-jährige Frau musste mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus nach Bielefeld geflogen werden. Die anderen Verletzten kamen mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser. Zur Schwere ihrer Verletzungen liegen derzeit noch keine abschließenden Informationen aus den Hospitälern vor. Bislang gilt eine 10-Jährige ebenfalls als Schwerverletzt. Der Rettungsdienst schätzte die meisten Verletzungen als leicht ein.

In Grundsteinheim war im Feuerwehrgerätehaus eine Betreuungsstelle eingerichtet. Mehrere Notfallseelsorger kümmerten sich um Businsassen und Angehörige.

Den Sachschaden schätzt die Polizei auf über 200.000 Euro. Der durch die Kollision teilentwurzelte Baum musste zersägt und beseitigt werden. Die Rettungs- und Bergungsarbeiten dauerten bis 13 Uhr.

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