Aktionswoche Alkohol

Caritas Brilon informiert über die Gefahren von Alkohol

Die Mitarbeiter der heimischen Drogen- und Suchtberatung der Caritas, von links: Ivonne Bracharz, Jessica Büsing, Sabine Becker, Liliane Schafiyha-Canisuis, Gregor Völlmecke und Petra Brandenburg.

Die Mitarbeiter der heimischen Drogen- und Suchtberatung der Caritas, von links: Ivonne Bracharz, Jessica Büsing, Sabine Becker, Liliane Schafiyha-Canisuis, Gregor Völlmecke und Petra Brandenburg.

Foto: CARITAS BRILON

Altkreis Brilon.  Suchtexperten besuchen Ärzte im Hochsauerlandkreis. Vor allem über die Gefahren des Konsums in der Schwangerschaft wird dringend gewarnt.

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Zur landesweiten „Aktionswoche Alkohol“ wird das Team der Caritas Drogen- und Suchtberatung Hausärzte und Gynäkologen besuchen, um auf das Thema aufmerksam zu machen. „Dadurch wollen wir auch die Zusammenarbeit weiter stärken“, betont Liliane Schafiyha-Canisius, Leiterin der Beratungsstelle.

Besonderen Fokus wollen die Suchtexperten auf die Information der Frauenärzte legen. „Denn zum Beispiel in 2014 wurden in Deutschland über 12.600 Babys mit einer sogenannten Fetalen Alkoholspektrumsstörung geboren, darunter knapp 3000 mit einem Fetalen Alkoholsyndrom“, sagt Liliane Schafiyha-Canisius.

Erhebliche Schäden möglich

Wird während der Schwangerschaft Alkohol konsumiert, kann das dem Kind erheblich schaden. „Beim Fetalen Alkoholsyndrom können zum Beispiel die Lernfähigkeit, das soziale Verhalten oder die motorischen Fähigkeiten eingeschränkt sein“, erklärt Liliane Schafiyha-Canisius: „Konkret heißt das, dass es für die Betroffenen schwieriger sein kann, erfolgreich die Schule und Ausbildung zu durchlaufen, um einen guten Beruf zu finden.

Auch Beziehungsprobleme, etwa mit Blick auf Bindung, Vertrauen und Verlässlichkeit, können die Folge sein.“ Die Chancen auf ein glückliches, gelingendes Leben werden also schon vor der Geburt gedrückt.

Auf diese Problemstellungen will das Beratungs-Team zu Beginn der Aktionswoche am Montag und Dienstag, 20. und 21. Mai, die Ärzte sensibilisieren. Darüber hinaus stellen die Experten noch einmal ihre Angebote und Hilfen vor. Dazu gehören die Beratung von Betroffenen und Angehörigen bei der Abhängigkeit von Alkohol, Drogen und Medikamenten – auf Wunsch anonym – und die Begleitung auf dem Weg zu einem abstinenten Leben.

Hilfe bei Formalitäten

Das kann in Form einer ambulanten Rehabilitation erfolgen, ohne dass Einschnitte in Arbeit, Alltag und Familie erforderlich sind. „Wir übernehmen die Antragsformalitäten und kümmern uns um den weiteren Werdegang der Patienten, sowohl in einer ambulanten Therapie als auch nach Absolvierung eines Aufenthaltes in der Suchtklinik in Form einer nachstationären Weiterbehandlung“, sagt Liliane Schafiyha-Canisius. Das Team vermittelt aber auch in eine stationäre Rehabilitation.

Informationen und Kontakt zur Caritas Drogen- und Suchtberatung: Montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr sowie montags bis donnerstags von 14 bis 16.30 Uhr unter 02961/7799770 oder via E-Mail unter psbb.brilon@caritas-brilon.de. Abendsprechstunden sind nach Absprache möglich.

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