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Caritasverband Brilon stellt Investment-Zahlen vor

Delegiertenversammlung des Caritasverbandes Brilon Von Engagement, Solidarität und Frieden im Land

Delegiertenversammlung des Caritasverbandes Brilon Von Engagement, Solidarität und Frieden im Land

Foto: Sandas Wamers / Caritas

Altkreis Brilon/Waldeck.  Millionenbeträge benötigt der Caritasverband und setzt dabei auf eigene Leistungen. Aber es wird auch mit Sorge in die Zukunft geblickt.

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Über eine große Bandbreite an Zahlen, Neuerungen und auch Herausforderungen informierte jetzt Vorstand Heinz-Georg Eirund die stimmberechtigten Mitglieder auf der Delegiertenversammlung des Caritasverbandes Brilon.

Mit Blick auf den aktuell erschienen Tätigkeitsbericht präsentierte Vorstand Eirund die Investitionstätigkeit der Caritas Brilon seit 2006. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf insgesamt rund 41.470.000 Euro. Finanziert wird dieser enorme Invest zu 48 Prozent (19.800.000 Euro) durch Eigenmittel der Caritas, 15 Prozent (12.800.000 Euro) öffentliche Darlehen, 31 Prozent (6.280.000 Euro) Zuschüsse und zu 6 Prozent (2.590.000 Euro) durch Kapitalmarktdarlehen.

3,5 Millionen Euro an Personalkosten

Eine weitere interessante Summe stellt der durchschnittliche monatliche Finanzbedarf in 2018 dar: Rund 4.543.000 Euro, die sich auf rund 3.354.000 Euro an Personalkosten und 1.189.000 Euro an Sachkosten verteilen. Finanziert wurden die mittlerweile 54 Dienste und Einrichtungen des gemeinnützigen Wohlfahrtsverbandes in 2018 zu 93 Prozente durch Leistungsentgelte. „Der Caritasverband Brilon finanziert sich als Anbieter sozialer Dienst- und Hilfsangebote sowie als Arbeitgeber also zu über 90 Prozent durch die eigenen Leistungen“, betonte Vorstand Heinz-Georg Eirund.

1.150 Angestellte bei der Caritas

Mittlerweile arbeiten 1.150 Menschen, davon 898 Frauen und 209 Männer, in 48 Berufen beim Verband. 57 Prozent der Führungspositionen nehmen Frauen ein. 31 Personen waren zum Stichtag 30. Juni in Ausbildung. Knapp 109.000 Euro in 2018 spendeten Menschen an die Einrichtungen und Dienste der Caritas.

„Die Spenden kommen direkt den Menschen zugute“, unterstrich Eirund: „Spendengeld und ebenso Kirchensteuermittel werden nicht in die Bauprojekte investiert.“ Rund 36 Millionen Euro hat die Caritas Brilon in den vergangenen knapp 20 Jahren in den Ausbau und die Modernisierung der Stationären Wohnangebote für Ältere und Kranke sowie für Menschen mit Behinderung investiert.

Tendenzen der Entsolidarisierung

Neben der Entwicklung und Gründung der ersten deutschlandweiten „Caritas Dienstleistungs- und Einkaufsgenossenschaft“ (kurz cdg) und der Übernahme der beiden Mutter-Kind-Kliniken St. Ursula in Winterberg und Talitha in Bad Wildungen präsentierte Vorstand Eirund als Ergebnis der Strategieentwicklung 2025 die 14 neuen Strategischen Ziele der Caritas Brilon. Die versteht sich weiterhin als „Anwalt für soziale Gerechtigkeit“.

Auch sollen die Bedürfnisse der Menschen weiter fokussiert werden und daran das Wachstum ausgerichtet werden. Zu den aktuellen und auch zukünftigen Herausforderungen zählen der steigende Kostendruck und die mangelnde Refinanzierung. Im Zuge des demografischen Wandels müssen neue Wege zu und mit den Menschen in den Sozialräumen der Region gegangen werden. Mit sorgenvollem Blick auf die Gesellschaft notierte Eirund zuletzt Tendenzen der Entsolidarisierung und populistischer Meinungsmache. „Positionen, denen wir als Caritas entgegentreten“, sagte Heinz-Georg Eirund.

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