25-jähriges Bühnenjubiläum

Carsten Hesse feiert in Hallenberg sein Bühnenjubiläum

Carsten Hesse alias Freddy Albers

Foto: Privat

Carsten Hesse alias Freddy Albers Foto: Privat

Hallenberg.   Mit verschiedenen Bands ist Carsten Hesse aus Hallenberg seit 1992 schon aufgetreten. Seit 10 Jahren zieht er als Freddy Albers durch die Lande.

Seit 1992 singt Carsten Hesse aus Hallenberg in diversen Bands Oldies, Rock’n’Roll, Elvis und Swing und seit 2007 gibt es seine „Hommage an Freddy Quinn und Hans Albers“. Als Freddy Albers zieht er seit nunmehr 10 Jahren durch die Lande. Am Freitag, 2. Juni, feiert er im Kump in Hallenberg sein 25-jähriges Bühnenjubiläum und sein 10-jähriges als Freddy Albers. Der 46-Jährige arbeitet seit über 23 Jahren bei der Firma Borbet im Technikbereich.

Können Sie sich noch an Ihren ersten Auftritt als Sänger erinnern?

Freddy Albers: Ja, wir hatten mit meiner ersten Band knapp 10-Mal geprobt und der erste Auftritt sollte am 31. Mai 1992 sein. Doch am 9. Mai war ich mit ein paar Bandkollegen beim „Country-Abend“ in Düdinghausen und die Band dort veranstaltete einen Gesangswettbewerb, den ich mit „Jambalaya“ (u.a. von Fats Domino) gewann. Darauf improvisierten sie mit mir noch zwei Zugaben - Elvis-Songs. Das war mein allererster Auftritt auf einer Bühne als Sänger.

Sie haben im Laufe der Jahre in vielen Gruppen gespielt und sind offenbar in allen Musikgenres zu Hause. Was macht Ihnen davon am meisten Spaß?

Ich habe in den Bands „Online“, „The Wanderers“, „Replay“, „This Boys“, die „Elvis-Revival-Band“ und die „Swing Company Wiesbaden“ gespielt, plus vereinzelte Auftritte mit anderen Bands bzw. großen Philharmonie-Orchestern. Was mir am meisten Spaß macht, kann ich so nicht sagen. Jeder Auftritt ist anders, aber da ich ausschließlich Lieder singe, die ich auch selbst höre und mag, kann ich nicht sagen, dass ich irgendwas bevorzuge. Dennoch freut man sich zwischendurch immer mal über ein bisschen Abwechselung im Repertoire. Und es kommen ja immer wieder neue Songs hinzu, die ich dann eine Zeit lang besonders gerne singe.

Mit der „Swing Company Wiesbaden“ sind Sie heute noch unterwegs. Wie ist das bei den vielen Freddy-Albers-Auftritten und Ihrem Job bei Borbet überhaupt möglich?

Die Big-Band hat gut 20 Musiker - das braucht Platz und auch die Musik (14 Bläser) füllt gewaltig den Raum - daher gibt es nicht viele Gelegenheiten, und das sind nur ein paar Shows im Jahr. Ansonsten sind ja die allermeisten Auftritte an den Wochenenden und zusätzlich bedarf es freilich einer geschickten Planung der Urlaubstage. So kann man z.B. zwei Shows im Norden auch schön zu einer Art „langem Urlaubswochenende“ verbinden. Ich bin ja schon fast so lange bei Borbet wie ich Musiker bin, und da bin ich dankbar, dass sich beides so gut vereinbaren ließ bzw. lässt und ich mich nie für eins von beiden entscheiden musste.

Wie ist die Idee zu dem Projekt „Freddy Albers“ entstanden?

Bereits Ende der 90er bei „Replay“ habe ich viele alte Schlager gesungen und da schon immer gemerkt, dass z.B. „Junge, komm bald wieder“ irgendwie jeder kennt und mitsingen kann. Die Lieder von Freddy Quinn mochte ich schon immer, die von Hans Albers auch, aber eigentlich war da zuerst der Name Freddy Albers, den ich witzig fand, weil er eben gleich aussagt, um welche Musik es geht. Und dann stellte ich fest, dass noch niemand so heißt und es in der Sparte kaum Musiker gibt, es also eine Art „Marktlücke“ ist. Das sah später auch der Manager von Freddy Quinn ähnlich, der mir - als Einzigem in Deutschland - dessen originale Orchesterplaybacks zur Verfügung gestellt hat.

Wie groß ist Repertoire?

Es sind alleine weit über 300 Songs, die ich auf der Festplatte meines Multimediaplayers in verschiedene Show-Programme unterteilt habe. Hinzu kommen viele, die ich zur Gitarre improvisieren könnte, von denen ich aber kein Halbplayback habe oder zumindest kein so gutes, dass ich es bei einem Auftritt nutzen würde.

Sie arbeiten nur mit Halbplaybacks. Warum?

Halbplayback hat sich irgendwann so ergeben. Halbplaybacks haben keine Terminüberschneidungen, wenn ein Auftritt ansteht, man muss nicht proben und verspielt sich nie. Und meistens hat man viel mehr Instrumente wie Bläser, Streicher und Chöre als die meisten Bands bieten können. Sie nehmen deutlich weniger Platz weg, man kann sie auch leise spielen bzw. jeder Location anpassen und der Soundcheck dauert nur eine Minute. Natürlich macht das gemeinsame Agieren mit anderen Musikern viel Spaß, aber für die Musik, die ich machen möchte bzw. auch für das breite und unterschiedlich instrumentierte Repertoire gibt es kaum interessierte Musiker.

Was empfinden Sie bei Ihren Auftritten in der Heimat?

Da ich nur zwei- bis dreimal im Jahr in der nahen Umgebung auftrete, freue ich mich da schon drauf. Der Heimatauftritt ist etwas Besonderes. Man trifft immer wieder Leute beim Einkaufen, die fragen, „wann singst Du denn mal hier in der Nähe“, und die kommen dann auch zu diesen Shows. Da treffe ich dann viele Bekannte, die ich sonst auch nur selten sehe. Und - mal praktisch gedacht - eine weite Anreise und eine Hotelübernachtung fallen dabei auch nicht an.

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