Landtagswahl

CDU kehrt bei Landtagswahl im HSK zu alter Stärke zurück

Matthias Kerkhoff und Landrat Dr. Karl Schneider  freuten sich über den Wahlsieg.

Foto: Kortmann

Matthias Kerkhoff und Landrat Dr. Karl Schneider  freuten sich über den Wahlsieg. Foto: Kortmann

Hochsauerlandkreis.   Die CDU im Hochsauerlandkreis hat mit einem starkem Ergebnis einen nicht unerheblichen Anteil am Machtwechsel in Düsseldorf.

Die Union legt mehr als sieben Prozent im Vergleich zur Landtagswahl 2012 zu. Damals hatte sie mit nur gut 40 Prozent im HSK eine schwere Wahlschlappe verkraften müssen.

„Die Stimmung wurde in den letzten Wochen zunehmend besser“, sagt Wahlsieger Matthias Kerkhoff (CDU), der den Wahlkreis deutlich für sich entschied – und auch die kommenden vier Jahre im Düsseldorfer Landtag sitzt.

Die CDU kam auf 47,4 Prozent (+7,3), die SPD auf 24,9 (-7,5), die FDP auf 11,5 (+3,5), die Grünen auf 3,1 (-3,7), die Linkspartei auf 2,9 (+1,2) und die AfD auf 5,9 (+5,9)

Erst Brilon-Rixen, dann Medebach-Titmaringhausen, danach Schmallenberg-Latrop – das waren ab 18.16 Uhr die ersten ausgezählten Stimmbezirke. Im Kreishaus Meschede, wo die Spitzen der Parteien das Geschehen verfolgten, rückten die lokalen Ergebnisse allerdings erst in den Hintergrund: Die Ereignisse in Düsseldorf dominierten die Gespräche.

Wunschliste des Landrats: Straßen, Straßen Straßen

Landrat Dr. Karl Schneider (CDU) strahlte: „Ein traumhaftes Ergebnis. Remmel ist weg, das tut dem Sauerland richtig gut.“ Er erwartet von einer neuen CDU-geführten Regierung: „Der ländliche Raum muss die Aufmerksamkeit bekommen, die er wert ist.“ Auf seiner Wunschliste ans Land stehen die Infrastruktur („Straßen, Straßen, Straßen!“), eine „realistische“ Entwicklung der Windkraft („weg mit zu hohen Vorgaben) und ein Ende der „ideologischen Überfrachtung“ in der Bildungspolitik.

Wahlkampf bis zuletzt beim Wahlsieger Kerkhoff: Bis zum Samstag hatte der wiedergewählte Abgeordnete Hausbesuche gemacht. „Die Menschen haben gespürt, dass NRW in zu vielen Bereichen hinten liegt“, bilanzierte Kerkhoff. Und auch er sieht den „Remmel-Effekt“: „Die Bürokratie hat überall fröhlich Urständ gefeiert. Das waren die Leute leid.“

Erfreulich für alle demokratischen Parteien: Die verhältnismäßig hohe Wahlbeteiligung.

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