Verbrechen

Chef findet seinen Mitarbeiter tot im Garten

Polizeihund Emil in der Nähe des Tatortes im Einsatz.

Polizeihund Emil in der Nähe des Tatortes im Einsatz.

Foto: WP

Niedersfeld.   Ein 56 Jahre alter Mann aus Niedersfeld bei Winterberg wird offenbar Opfer eines Gewaltdelikts. Die Hintergründe der Tat sind bislang unklar. Der Schock im Ort sitzt tief.

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Ein Mann (56) aus Niederfeld ist offenbar Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. Sein Arbeitgeber fand ihn am Mittwochmorgen um 8.20 Uhr mit schweren Kopfverletzungen tot im Garten. Das Polizeipräsidium Dortmund und die Staatsanwaltschaft Arnsberg haben die Ermittlungen aufgenommen. Sie gehen von einem Tötungsdelikt aus. „Der Mann wies schwerste Kopfverletzungen auf“, sagte Staatsanwalt Klaus Neulken. Die Hintergründe der Tat blieben am Mittwoch im Dunkeln. Anhaltspunkte, dass es sich um einen Raub oder Einbruch handeln könnte, gebe es bislang nicht.

Polizeihund durchkämmt Gelände

Der Tote wurde zur Obduktion ins Rechtsmedizinische Institut nach Dortmund gebracht. Erste Ergebnisse sollen am Donnerstag vorliegen. „Ich kann derzeit nichts zur Tatwaffe oder den Motiven sagen“, so Neulken. Die Faktenlage sei momentan noch sehr dünn.

Der Schock in Niedersfeld sitzt unterdessen tief, die Bewohner sind fassungslos: „Dass hier in unserem kleinen Ort so etwas passieren kann!“ Der Tote ist in Niedersfeld mit seinen beiden, mittlerweile auswärts wohnenden Brüdern groß geworden, war nicht verheiratet und lebte allein und recht zurückgezogen in seinem Elternhaus. Seinen Beruf als Forstwirtschaftsmeister konnte der 56-Jährige seit Jahren aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben und arbeitete seitdem in einer Bäckerei. Bei seinen Kollegen war er als äußerst hilfsbereit, freundlich und zuverlässig bekannt – so zuverlässig, dass sein Chef am Mittwochmorgen unruhig wurde, als sein Mitarbeiter nicht wie üblich pünktlich zum Dienst erschien. Er fuhr zum Wohnhaus und machte dort den grausigen Fund: Der 56-Jährige lag tot in seinem Garten.

Am Mittag rückte die Spurensicherung in Niedersfeld an. Ein rot-weißes Flatterband der Polizei grenzt den Tatort ab. An der Straße parkt ein weißer Mercedes-Sprinter. „Kriminaltechnisches Untersuchungsamt am Polizeipräsidium Dortmund“ steht an der Seite geschrieben. Dahinter steht ein blauer VW-Bulli mit Hundezwinger. Polizeihund Emil durchkämmt ein angrenzendes Waldstück, später das Ufer der Ruhr an der gegenüberliegenden Straßenseite – dort, wo die Bochtenbeck in den Fluss mündet. Das Grundstück, auf dem der 56-Jährige gefunden wurde, liegt am Ortseingang und wird von einer zwei Meter hohen Hecke geschützt. Mehrere Polizeibeamte sind vor Ort. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit verlässt die Spurensicherung den Tatort.

Fassungslosigkeit bei den Kollegen

Weshalb jemand den 56-Jährigen hätte töten wollen, kann sich in Niedersfeld derzeit niemand erklären, der 56-Jährige sei kein Typ gewesen, der Feinde gehabt hätte. „Er fehlt uns schon jetzt; an Arbeiten war heute kaum zu denken“, schildert eine Mitarbeiterin die tief betroffene Stimmung in der Firma. Ganz Niedersfeld hofft nun darauf, dass die Polizei die Tat aufklären kann. „Es ist unheimlich, nicht zu wissen, was mitten bei uns im Ort geschehen ist.“

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