Olympische Winterspiele

Christian Winkler betreut die deutschen Adler als Co-Trainer

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Winterberg. Der Winterberger Christian Winkler (40) nimmt als Co-Trainer von Chefcoach Werner Schuster an den Olympischen Spielen teil. Das Einmaleins des Skispringens erlernte der 40-Jährige bem Skiklub.

Er ist der Mann mit der Kamera. Bei Weltcup-Springen nimmt Christian Winkler (40) stets den Platz neben Bundestrainer Werner Schuster ein, wenn der gerade einem seiner Weitenjäger das Startkommando mit schwarz-rot-goldener Flagge erteilt. Im Mai 2009 wurde der Winterberger ins Cheftrainer-Team der deutschen Skispringer berufen.

Bereits seit Montag hält sich der 40-Jährige mit dem deutschen Skiverband in Vancouver auf. Nach dem erfolgreichen Weltcup-Sonntag in Willingen musste der Hochsauerländer blitzschnell alle Sachen packen, da es am frühen Morgen schon in Richtung Frankfurt weiter ging.

„Ja, der Wettkampf im Upland hat uns noch mal einen Schub gegeben”, zog Winkler kurz vor der Abreise ein positives Fazit. „Wir wollen in Vancouver im Mannschaftswettbewerb um eine Medaille mitkämpfen. Von Platz 2 bis 6 ist alles drin.”

Eine Traumkarriere hat der Winterberger hingelegt, vom Clubtrainer in Winterberg zum zweiten Mann - gemeinsam mit Rolf Schilli - hinter dem Bundestrainer. Und jetzt geht es zu den Olympischen Spielen. „Ganz klar, das ist das Größte überhaupt - für einen Sportler und auch einen Trainer. Ich bin stolz, in Kanada dabei sein zu dürfen.”

Christian Winkler hat das Trainergeschäft von der Pike auf erlernt. Jahrelang stand er an den Winterberger Schanzen, brachte dem heimischen Nachwuchs das Einmaleins des Skispringens bei. „Und er war sich auch nicht zu schade, an den Sprunganlagen mitzuarbeiten oder Schnee zu schüppen”, lobt Skiklub-Chef Rainer Berkenkopf das Engagement des 40-Jährigen, der im Übrigen erster hauptamtlicher Trainer des Vereins war. Bis 2000 betreute er u.a. die Kombinierer Steffen Tepel und Stefan Tuss, die inzwischen auch Einsätze in der Weltcup-Mannschaft hatten.

Schon früh erwarb Winkler alle Trainerscheine - bis zum Diplom in Köln. 2001 zog es ihn an den Stützpunkt Oberstdorf, wo er mit Andreas Bauer u.a. die B-Mannschaft der deutschen Kombinierer betreute. Zwei Jahre später wurde er offiziell Trainer beim DSV. Und er muss seine Arbeit sehr gut gemacht haben. Denn im Frühjahr 2009 kam die Anfrage von Werner Schuster, ob er in seinem Team die deutschen Adler wieder flugtauglich machen wolle. „Das war eine Ehre für mich und ich habe sofort zugesagt. Denn solch ein Angebot bekommt man nicht oft im Leben.”

Der 40-Jährige hat den Schritt nicht einen Moment bereut. Im Gegenteil. „Werner Schuster, Rolf Schilli und ich verstehen uns hervorragend und wir haben Ziele, die wir erreichen wollen.” Bis spätestens 2014 sollen die deutschen Weitenjäger wieder in der Weltspitze mitfliegen. Klappt es früher, um so besser.

Auch die bisher eher schwache Vorstellungen von Schmitt und Co. in diesem Winter entmutigt das Trio keineswegs. „Ich schätze Werner Schuster als Fachmann, der genau weiß, was er will. Man verbringt fast 250 Tage im Jahr zusammen und teilt das Zimmer. Da kann man sein Gegenüber gut einschätzen.”

Inzwischen gab der Winterberger, stellvertretend für den Bundestrainer, auch Live-Kommentare im TV ab - und zeigte sich durchaus souverän. Klar, dass wir Winkler in Vancouver zwecks Fluganalysen wieder mit der Kamera an der Schanze erleben. „Ich hoffe nur, dass sie eines Tages nicht anwächst”, meint er schmunzelnd.

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