Contra Knöterich

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Hallenberg. Im Rahmen einer Kooperation zwischen dem Bauhof der Stadt und der NRW-Stiftung werden derzeit in den Nuhnewiesen zwei Horste mit Japan-Staudenknöterich (Fallopia japonica) entfernt. ...

... Die Pflanze ist in Japan, China und Korea heimisch und kommt dort bis in Höhen von 2600 Metern vor. Sie wurde 1823 als Garten- und Parkpflanze nach Europa gebracht, schon 50 Jahre später wurden spontane Vorkommen in Mittel- und Westeuropa gemeldet. Dort besiedelt sie Gräben und Gewässer. Wie die Herkulesstaude und das Indische Springkraut gehört der Japan-Staudenknöterich zu den sogenannten Neophyten (Neubürger im Pflanzenreich), die unsere einheimischen Arten erheblich an Wuchshöhe (über drei Meter) übertreffen. Hierdurch ergibt sich ein Konkurrenzvorteil bei der Ausnutzung von Lichtressourcen, was zum Ausdunkeln und damit Verschwinden heimischer schattenempfindlicher Arten (z.B. Mädesüß) führt. Hinzu kommt, dass der Japan-Staudenknöterich eine sehr effektive vegetative Ausbreitung und Regenerationskraft durch seine unterirdischen Rhizome aufweist. Durch sie kann sich die Pflanze ein bis zwei Meter pro Jahr vergrößern. Der Versuch, die Rhizome mechanisch zu zerstören hat zur Folge, daß selbst aus kleinsten Rhizomteilen (1-1,5 cm) neue Pflanzen bilden können. Einzig das tiefgründige Ausgraben führt zur vollständigen und dauerhaften Entfernung.

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