Covid-19-Pandemie

Corona: CDU-Politiker aus HSK fordert Verbot großer Feiern

Der CDU-Europaabgeordnete Dr. Peter Liese sorgt die Entwicklung in der Corona-Pandemie.

Der CDU-Europaabgeordnete Dr. Peter Liese sorgt die Entwicklung in der Corona-Pandemie.

Foto: Henning Kaiser / dpa

Hochsauerlandkreis.  Der CDU-Europaabgeordnete Dr. Peter Liese aus Olsberg sorgt die aktuelle Entwicklung in der Corona-Krise. Er fordert drastische Maßnahmen.

Mit großer Sorge schaut der CDU-Europaabgeordnete und Arzt Dr. Peter Liese aus Olsberg auf die Entwicklung der Corona-Pandemie in Deutschland und den europäischen Nachbarstaaten. „In Spanien ist das Virus bereits außer Kontrolle und es sterben sehr viel mehr Menschen als noch im Juni oder Juli. In vielen Ländern um uns herum steigen die Zahlen dramatisch und in Städten wie Hamm geht es auch besorgniserregend nach oben.

Wenn wir jetzt nicht klug handeln, werden wir auch in Deutschland massive Probleme haben“, so Liese.

Regeln für Feiern wieder einschränken

Er forderte Konsequenzen aus den wissenschaftlichen Erkenntnissen zu ziehen und die Maßnahmen gezielter als bisher durchzuführen. „Wir wissen mittlerweile sehr gut, dass Masken schützen. Deswegen halte ich es auch bei deutlich steigenden Zahlen für falsch, Geschäfte und Schulen komplett zu schließen.“ Eine Wiedereinführung der Masken-Pflicht in Schulen wäre dem gegenüber ein deutlich milderes Mittel, so Liese.

„Vor allem müssen wir schnell zu besseren Regelungen bei Veranstaltungen, insbesondere Feiern in geschlossenen Räumen, kommen. Ich halte es für falsch, dass in NRW 150 Menschen, etwa zu einer Geburtstagsfeier, zusammenkommen können und dass dabei weder Abstand noch Maske vorgeschrieben sind. Wenn wir Maßnahmen wie die Schulschließung, die jetzt in Bayern schon wieder in einer Stadt flächendeckend stattfinden, vermeiden wollen, müssen wir dort ansetzen, wo sich das Virus stark verbreitet“, so Liese der auch gesundheitspolitischer Sprecher der größten EVP-Christdemokraten im Europäischen Parlament ist.

„Ich nehme das Argument sehr ernst, dass Gastronomen unter den Einschränkungen leiden und auf keinen Fall darf es dazu kommen, dass große Feiern, anstatt in Restaurants und Gaststätten, vermehrt in privaten Räumen durchgeführt werden. Obwohl ich kein Jurist bin, kann ich mir nicht vorstellen, dass es korrekt war, viele Grundrechte im März und April drastisch einzuschränken, dass es aber völlig undenkbar ist, große Feiern in privaten Räumen einzuschränken Die Verbreitung des Virus geschieht in geschlossenen Räumen 18-mal stärker als draußen. Deswegen müssen die Regeln in geschlossenen Räumen eigentlich auch 18-mal stärker als draußen sein.“ Eine Masken-Pflicht auf öffentlichen Plätzen bringe daher aus seiner Sicht wenig und sollte wirklich nur im äußersten Notfall, wenn es große Menschenansammlungen gibt, in Erwägung gezogen werden.

Optimismus in Sachen Impfstoff

Es gebe eine realistische Chance haben, dass noch in diesem Jahr ein oder mehrere Impfstoffe zugelassen würden und dass es in den ersten Monaten des nächsten Jahres genügend Impfstoff gibt, um Millionen Menschen in Deutschland und Europa zu impfen.

„Dies ist kein Versprechen und keine Garantie, aber eine realistische Einschätzung nach vielen Gesprächen, die ich mit Wissenschaftlern, Zulassungsbehörden, Industrie und anderen Experten geführt habe“, so Liese. Die Europäische Kommission habe schon mit sechs Impfstoffherstellern, die zum Teil unterschiedliche Techniken nutzen, Verträge über die Lieferung abgeschlossen. „Es wird jetzt schon mit der Produktion begonnen, das heißt, dass wir im Falle einer Zulassung nicht monatelang warten müssen, bis die ersten Menschen geimpft werden können.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben