Risikogebiet HSK

Corona im HSK: Darum steigen die Fallzahlen jetzt so rasant

Im HSK steigen die Corona-Fallzahlen derzeit schnell, obwohl es keinen Hotspot und keine Corona-Schwerpunkte gibt. Der Kreis nennt Gründe für den schnellen Anstieg der Zahlen.

Im HSK steigen die Corona-Fallzahlen derzeit schnell, obwohl es keinen Hotspot und keine Corona-Schwerpunkte gibt. Der Kreis nennt Gründe für den schnellen Anstieg der Zahlen.

Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Hochsauerlandkreis.  Der HSK ist Corona-Risikogebiet. Es gibt keinen Hotspot, aber eine Erklärung, warum die Zahlen jetzt so stark steigen. Das sagt der Krisenstab:

Seit Freitag, 0 Uhr, gilt der Hochsauerlandkreis als Corona-Risikogebiet. Die Fallzahlen im HSK sind von Donnerstag auf Freitag so stark angestiegen wie noch nie seit Beginn der Coronakrise. Es gab 43 neue Infizierte mit dem Coronavirus . Von Mittwoch auf Donnerstag gab es 33 neue Fälle. Die vom RKI veröffentlichte 7-Tage Inzidenz stiegt von 31,5 auf 52,7. Der HSK geht also von Gefährdungsstufe 0 auf Gefährdungsstufe 2 – mit sämtlichen Konsequenzen. Der Hochsauerlandkreis wird noch heute eine Verfügung herausgeben mit Regeln und Einschränkungen. Diese Verordnung orientiert sich am Paragraf 15 a der aktuellen Coronaschutzverordnung NRW und regelt neue Beschränkungen im öffentlichen Leben in Brilon , Winterberg , Meschede , Arnsberg und den anderen Kommunen. Bei den Ordnungsämtern wird z.B. auch abgefragt, ob künftig eine Maskenpflicht in den Einkaufsstraßen gilt.

Virus wird der innerhalb der Familien weitergeben

Insgesamt sind am, Stand Freitag, im HSK 159 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

Es gibt im HSK derzeit keinen Corona-Hotspot. Kein Pflegeheim, keine Schule oder kein Seniorenheim, in dem das Virus so stark grassiert, dass der aktuelle Anstieg zu erklären sei. Auch gab es einen Superspreader-Event. Die Fallzahlen steigen in fast allen Städten und Gemeinden kontinuierlich an. Im Vergleich zu Donnerstag gab es lediglich in drei von zwölf Kommunen keine Neuinfizierte. „Das Virus wird bei uns aktuell innerhalb der Familien weitergetragen“, sagt Kreissprecher Martin Reuther. Das zeigen Recherchen und die Rückverfolgung durch das Fallmanagement.

Es gibt schon erste Absagen

Die Städte und Gemeinden müssen nun zum Teil entscheiden, welche Maßnahmen getroffen werden.

Erste Konzerte und Theaterveranstaltungen wurden schon abgesagt: zum Beispiel das Konzert im Rahmen des Sauerlandherbstes im Kloster Bredelar oder das Theaters „Romeo & Julia“ am Sonntag, das der Besucherring Brilon organisiert hatte. Was zum Beispiel mit der Veranstaltung „Brilon bei Nacht“ passiert, müss das Ordnungsamt Brilon entscheiden.

Die 7-Tage-Inzidenz wird in den kommenden Tagen weiter ansteigen, ist sich Kreissprecher Reuther sicher. Denn vor einer Woche gab es im HSK nur moderate Neuinfizierten-Zahlen. Jetzt sei damit zu rechnen, dass es in der kommenden Zeit wieder jeden tag mehr Infizierte geben werde. Der HSK wird also eine Weile Risikogebiet beleben.

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