Covid-19-Pandemie

Corona: So läuft im HSK der Kampf gegen die zweite Welle

 Ein Corona-Schnelltest: Das Coronavirus breitet sich weiter aus und ist nur schwer einzudämmen.

 Ein Corona-Schnelltest: Das Coronavirus breitet sich weiter aus und ist nur schwer einzudämmen.

Foto: Rita Maurer

Hochsauerlandkreis.  Die Corona-Infektionen im HSK bleiben auf hohem Level, die zweite Welle bricht nicht und die Zahl der Toten steigt. Es gibt aber auch gute Infos:

Der Hochsauerlandkreis meldet den 35. Sterbefall in Verbindung mit der Corona - Pandemie . Eine 95 Jahre alte Frau aus Schmallenberg verstarb am Donnerstag. Es ist der 15. Todesfall mit Coronabezug im November. Im April hatte es mit 15 Todesfällen kreisweit eine vergleichbar hohe Anzahl gegeben . Ein wesentlicher Grund dafür, dass es aktuell wieder deutlich mehrere Sterbefälle im Zusammenhang mit Covid-19 -Erkrankungen gibt, ist, dass das Virus in mehreren Pflegeheimen auftritt. „Der Großteil der Sterbefälle betrifft derzeit Menschen aus Pflegeheimen“, sagt HSK -Sprecher Martin Reuther. Weiterhin gelte aber: Keines der Pflegeheime sei ein Hotspot, in dem das Virus unkontrolliert grassiere. Neun Pflegeeinrichtungen sind aktuell betroffen. Hinzu kommen drei Krankenhäuser, in denen es einzelne Corona-Fälle gibt.

Kein steiler Anstieg der Infektionskurve mehr

Die Corona - Fallzahlen im HSK haben sich stabilisiert – auf hohem Niveau. Sie pendeln seit rund drei Wochen zwischen 480 und 520. Am Freitag meldet der HSK 517 aktuelle nachweislich Infizierte. Es gibt aktuell 53 Neuinfizierte und 44 Genesene. Seit Beginn der Pandemie im HSK gibt es 2.162 Genesene sowie 2.713 bestätigte Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 156,7.

Die Maßnahmen des Lockdown light, die seit dem 2. November greifen, und die Einschränkungen durch die Corona-Risikogebietverordnung, die seit dem 24. Oktober in Kraft ist, haben die Infektionswelle gebrochen und zu einem nachhaltigen Sinken der Infektionszahlen und damit auch des Inzidenzwertes geführt. Aber: Der steile Anstieg der Infektionskurve, der Mitte Oktober begonnen hatte, ist beendet. Die Zahlen pendeln sich um den Wert von 500 Infektionen ein.

Weit über 5000 Menschen in Quarantäne

Die Zahl der Quarantänefälle steigt indes immer weiter. Rund 5300 Frauen, Männer und Kinder sind unter häusliche Quarantäne gestellt. Rund 75 Prozent der Quarantänen betreffen Schüler, Lehrer und Schulpersonal. Insgesamt 45 Schulen beziehungsweise vereinzelte Klassen und Stufen sind betroffen. Auch in den Bildungseinrichtungen gilt: „Sie sind keine Corona-Hotspots“, so Reuther. Zuletzt hatte es an einer Schule in Arnsberg einen Coronafall gegeben. Folge: 115 Personen mussten in Quarantäne. Auch an kreisweit neun Kitas gibt es einzelne Corona-Fälle.

Die Infektionszahlen sinken zwar nicht. Dennoch gibt es auch gute Nachrichten. Die Krankenhäuser sind weiterhin weit davon entfernt an Kapazitätsgrenzen zu stoßen. Stationär werden 36 Personen behandelt, acht davon liegen auf Intensivstationen und zwei davon werden beatmet. Diese Zahlen ändern sich seit Anfang November ebenfalls nur geringfügig.

Wo Fallzahlen im HSK steigen oder fallen

Die Infizierten verteilen sich insgesamt wie folgt auf die Städte und Gemeinden im HSK:

Arnsberg: Tendenz steigend (99 – Vorwoche 85),

Bestwig: Tendenz fallend (53 – Vorwoche 70),

Brilon: Tendenz fallend (50 – Vorwoche 57),

Eslohe: Tendenz steigend (21 – Vorwoche 18),

Hallenberg: Tendenz steigend (5 – Vorwoche 4),

Marsberg: Tendenz steigend (20 – Vorwoche 25),

Medebach: Tendenz fallend (9 – Vorwoche 14),

Meschede: Tendenz steigend (101 – Vorwoche 76),

Olsberg: Tendenz fallend (22 – Vorwoche 32),

Schmallenberg: Tendenz steigend (68 – Vorwoche 59),

Sundern: Tendenz steigend (22 – Vorwoche 18)

Winterberg: Tendenz fallend (47 – Vorwoche 48).

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben