Heimat

Corona sorgt für neue Blicke auf Briloner Stadtgeschichte

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Ein ganzer Tross Radfahrer des Briloner Heimatbundes – Semper Idem brachte der Hansestadt Soest die Einladung zur den Internationalen Hansetagen.

Ein ganzer Tross Radfahrer des Briloner Heimatbundes – Semper Idem brachte der Hansestadt Soest die Einladung zur den Internationalen Hansetagen.

Foto: Briloner Heimatbund – Semper Idem

Brilon.  Aus der Not eine Tugend: Da Corona die Int. Hansetage und das 800-Jahr-Jubiläum verhagelte, suchte und fand der Briloner Heimatbund neue Wege.

Wegen der Einschränkungen durch das Corona-Virus ist es dem Briloner Heimatbund – Semper Idem bisher nicht möglich gewesen, eine ordentliche Generalversammlung durchzuführen. Sie sollte einen Blick auf das geschichtsträchtige Jahr 2020 werfen.

Für das 800-jährige Stadtjubiläum hatten die Heimatfreunde gemeinsam mit dem Museum Haus Hövener und der Stadt Brilon für jeden Monat eine Schwerpunktveranstaltung zur Stadtgeschichte geplant und in einem Wandkalender angekündigt. Lediglich die Veranstaltungen zur Stadtgründung, zum Schützenwesen und der Tag der Dörfer in Scharfenberg konnten erfolgreich durchgeführt werden. Kurz darauf machte das unsichtbare Virus alle weiteren geplanten Aktionen zunichte.

Int. Hansetage erstmals virtuell

Als dann der erste Lockdown verkündet wurde und keine Museums- und Stadtführungen mehr möglich waren, transportierte Packesel Huberta die Stadtgeschichte über das Internet und die Museums-Homepage in die Familien. Unter dem Motto „Lesen-Malen-Lernen“ gab der Heimatbund zudem mit Huberta als Hauptfigur ein Malbuch mit geschichtlichen Informationen nicht nur für Kinder heraus.

Der Gedenkstein an der „Mordstelle“ an der Grenze zu Rüthen wurde restauriert. Obwohl das große Internationale Hansefest ausfallen musste, organisierte der Heimatbund eine Ausstellung der Hansestädte des Westfälischen Heimatbundes. 46 Roll Ups mit der Geschichte der Hansestädte Westfalens wurden in den Schaufenstern der Geschäfte präsentiert.

Geschichts-Videos auf Youtube

Im Museum wurde eine Bilderausstellung zu den großen Feiern zum 750-jährigen und 775-jährigen Stadtjubiläum gezeigt. Am Tag des Baumes im September pflanzten die Heimatfreunde mit einer Grundschulklasse eine Linde als Friedensbaum auf dem ehemaligen Synagogenplatz. Kinder durften nach Wahl ihren Lieblingsbaum beobachten und einen Steckbrief im Museumsgarten ausstellen.

Während des gesamten Jahres stand die Erweiterung des Briloner Altstadtrundganges auf die Dörfer im Mittelpunkt von Briloner Heimatbund – Semper Idem und Museum Haus Hövener. 100 blaue Informationsschilder wurden mit Hilfe von örtlichen Kümmerern aufgestellt oder angebracht.

Seit dem zweiten Lockdown veröffentlichen Briloner Heimatbund – Semper Idem und Museum Haus Hövener „Filme“ zur Stadtgeschichte. Sie kann man über den YouTube-Kanal des Museums Haus Hövener unter „Geschichte für Zwischendurch“ abrufen. Mittlerweile gab es bereits über 80.000 Aufrufe aus aller Welt.

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