Coronavirus-Pandemie

Corona: Wuhan schickt 10.000 Mundschutzmasken nach Brilon

Aus China sind rund 10.000 Mundschutzmasken auf dem Weg nach Brilon. Sie sind ein Geschenk.

Aus China sind rund 10.000 Mundschutzmasken auf dem Weg nach Brilon. Sie sind ein Geschenk.

Foto: Wang Quanchao / dpa

Brilon/Wuhan.  Wuhan, das Ex-Corona-Epizentrum in China, schickt 10.000 Mundschutzmasken als Geschenk nach Brilon. Adressat: Firma Hoppecke. Das ist der Grund.

Die Firma Hoppecke aus Brilon nimmt am Samstag, 21. März, ihr Werk in Wuhan in China, dem ehemaligen Epizentrum der Coronavirus-Krise, wieder in Betrieb. „In China ist COVID-19 nun offenbar besiegt", so das Unternehmen mit Zuversicht auf Anfrage der Westfalenpost.

Das Werk war wochenlang stillgelegt worden.

Nachdem in der Region um Wuhan seit Mitte der Woche keine neuen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus mehr gemeldet worden seien, habe man von den Behörden jetzt die Genehmigung erhalten, das Batteriewerk wieder hochzufahren.

Freundschaftliche Beziehungen

Auf dem Weg von Wuhan ins Sauerland sind unterdessen rund 10.000 Mundschutzmasken. Ein Parteisekretär versendet das Geschenk nach Brilon, da sie in China nicht mehr benötigt würden.

Hoppecke überlegt, wer die Masken erhält

So habe der Bürgermeister und Parteisekretär von Liyang, Zhuang Songnian, zu dem das Unternehmen bereits seit mehreren Jahren freundschaftliche Beziehungen unterhält, dem Unternehmen 10.000 dort nicht mehr benötige Mundschutzmasken geschickt. Die Sendung ist derzeit noch unterwegs. Nach einer Sichtung und Prüfung will das Unternehmen entscheiden, wie und wo diese Masken hier zur Verfügung gestellt werden können.

Im April volle Kapazität im Hoppecke-Werk Wuhan

Man werde mit rund 300 Mitarbeitern starten und erwarte bereits im April wieder „bei voller Kapazität zu sein“. Insgesamt sind in dem Werk, in dem Bleibatterien für Traktions- und stationäre Anwendungen für den asiatischen Markt produziert werden, rund 500 Mitarbeiter beschäftigt.

In weiten Teilen Chinas sei das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben schon in den zurückliegenden Wochen wieder angelaufen. In den Hoppecke-Vertriebsbüros in Shanghai, Peking und Kanton werde bereits seit Ende Februar wieder gearbeitet, im rund 230 Kilometer von Shanghai entfernten Liyang, wo sich ein Hoppecke-Werk für Nickelbatterien befindet, seit Anfang März. Auch die gesamte Wirtschaft, so die Einschätzung des Unternehmens, scheine sich zu erholen: "Unser Auftragseingang in den letzten Wochen war in China insbesondere bei den stationären Batterien ausgesprochen gut."

Schließung seit Ende Januar

Ende Januar, mit dem Sonderurlaub zum chinesischen Neujahrsfest, hatte Hoppecke das Werk in Wuhan wegen der Corona-Epidemie geschlossen. Ursprünglich war nur eine vierzehntägige Pause geplant gewesen. Dann war jedoch die ganze Region Hubei - insgesamt rund 50 Millionen Menschen - konsequent isoliert worden.

Nachdem man die Kollegen in China mehr als acht Wochen „begleitet und mit vielen persönlichen Telefonaten und Videokonferenzen unterstützt“ habe, werde nun von dort angesichts der bevorstehenden Herausforderungen in Europa in Gegenrichtung Hilfe angeboten.

Mit Hauptsitz in Brilon und 23 Tochtergesellschaften beschäftigt das Unternehmen mehr als 2.000 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Umsatz von über 430 Millionen Euro. Hoppecke ist nach eigenen Angaben der größte Hersteller von Industriebatterien in europäischer Hand.

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