Bauarbeiten

Darum wird in Olsberg einmal mehr gebuddelt

Der Ruhrverband arbeitet an den Stauraumüberläufen im Stadtgebiet Olsberg - so wie hier an der Knickhütte, parallel zu den Bahnschienen und unweit der Ruhraue in Bigge.

Der Ruhrverband arbeitet an den Stauraumüberläufen im Stadtgebiet Olsberg - so wie hier an der Knickhütte, parallel zu den Bahnschienen und unweit der Ruhraue in Bigge.

Foto: Joachim Aue / /WP

Olsberg/Bigge.  Es geht dem Ruhrverband um eine optimale Entwässerung im Stadtgebiet. Darum wird in Olsberg einmal mehr an einigen Stellen gebuddelt.

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Eifrig gebaggert wird derzeit an der Knickhütte, direkt neben dem Hunde-Trainingsplatz. Der Grund sind Arbeiten an den Stauraumüberläufen. Stauraumüberläufe entlasten die Kanalisation bei zu viel Regen. „Es werden Drosselabflüsse optimiert, um Volumen der Stauräume optimal auszunutzen“, so der Ruhrverband.

Darum wurde Anfang Juli damit begonnen, mehrere dieser Überläufe umzubauen und an den Stand der Technik anzupassen. Nicht nur an der Knickhütte wird gebaut, sondern bald auch im Stadtzentrum. Dort, wo am 8. Juni 2018 zuletzt heftiger Regenfall für massive Überschwemmungen sorgte - vor allem in der Sachsenecke, in der Bahnhof- und der Stehestraße sowie am Markt.

Positiver Effekt für das Kanalnetz

Es geht in erster Linie darum, eine möglichst saubere Entwässerung zu erhalten. Aber: „Das hat sicherlich auch einen positiven Effekt für den Kanalbetrieb“, so Dipl.-Ing. Thomas Weber, Betriebsgruppenleiter Außenanlagen beim Ruhrverband in Arnsberg. Oft lägen solche Überschwemmungen wie sie 2018 in Olsberg vorkamen - es wurden Gullydeckel hochgedrückt - an Verstopfungen des Kanalnetzes, „aber man kann es nicht immer genau sagen.“

Im Rahmen der Arbeiten werden insbesondere die Drosseleinrichtungen zur Steuerung der Abflüsse modernisiert. Außerdem werden Federstauklappen in die Überläufe eingebaut, um das zur Verfügung stehende Stauraumvolumen optimal ausnutzen zu können, so der Ruhrverband.

Ab 22. Juli halbseitige Sperrung der Ruhruferstraße

Die Arbeiten am Stauraumüberlauf „Olsberg Stadtzentrum“ sollen Ende September beendet sein. Voraussichtlich ab nächster Woche, konkret ab dem 22. Juli, muss für diese Arbeiten die Ruhruferstraße halbseitig gesperrt werden. Der Ruhrverband bittet um Verständnis für etwaige Beeinträchtigungen. Als Anlieger der Ruhruferstraße war im vergangenen Jahr zum Beispiel auch zweimal der Hit-Markt von Überschwemmungen betroffen.

Zwei Baustellen bis Oktober, eine bis ins Frühjahr 2020

An zwei weiteren Stauraumüberläufen („Olsberg Tiefbrunnen“ und „Olsberg Zur Knickhütte“) wird bis Jahresende gearbeitet. Und: Ab Anfang Oktober wird für rund ein halbes Jahr am Stauraumüberlauf „Olsberg B480/Bahnhofstraße“ gebaut, in der Nähe des Schulzentrums. „Für diese Bauarbeiten sind keine temporären Straßensperrungen notwendig“, so der Ruhrverband. Allerdings müssten hier aufgrund der räumlichen Lage (teilweise im Wasserschutzgebiet bzw. im Naturschutzgebiet) besonders strenge Anforderungen hinsichtlich des Gewässer- und Bodenschutzes erfüllt werden, was die Bauausführung anspruchsvoll macht.

Im Zentrum am Markt starten die Arbeiten Anfang 2020

Und ein weiteres Vorhaben im Zentrum, unweit vom Markt und in Richtung Kurpark Dr. Grüne steht an: Über die Bauarbeiten am Stauraumüberlauf „Olsberg B480/Spardaka“, die Anfang 2020 beginnen sollen, werde zu einem späteren Zeitpunkt gesondert informiert, schreibt der Ruhrverband.

Er habe Modernisierungsbedarf im Rahmen der der so genannten Integralen Entwässerungsplanung (IEP) erkannt. Dieses Instrument betrachtet das große Ganze im Wasserkreislauf, es untersucht umfassend die Wechselwirkungen zwischen Kanalisation, Niederschlagswasserbehandlung, Abwasserreinigung und den aufnehmenden Gewässern. Auf Basis der so gewonnenen Daten werden Optimierungsstrategien für die Siedlungsentwässerung entwickelt, die dazu beitragen, die eingeleitete Schmutzfracht zu verringern und negative Auswirkungen auf die ökologische Qualität des Gewässers zu verhindern. „Darüber hinaus lassen sich mithilfe der IEP erhebliche Kosten beim Bau von Regenbecken und weitergehenden Maßnahmen zur Niederschlagswasserbehandlung einsparen“, schließt der Verband.

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