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Das ist die neue Attraktion im Zentrum Holz Olsberg

Das neue Trainingshaus im Zentrum Holz in Olsberg Auf zwei Etagen können Besucher sehen, wie Holz mit anderen Materialien wie Stahl oder gemauerten Wänden zusammenspielt.   

Foto: Stefan Meinhardt

Das neue Trainingshaus im Zentrum Holz in Olsberg Auf zwei Etagen können Besucher sehen, wie Holz mit anderen Materialien wie Stahl oder gemauerten Wänden zusammenspielt.   Foto: Stefan Meinhardt

Olsberg.   Holz als Alternative zu Glas und Stahl - das zeigt das neue Trainingshaus. Die Landwirtschaftsministerin kam zur Eröffnung.

Ein großes Holzgerippe steht mitten in der Halle an der Carlsauer Straße. Ein Trainingshaus, das den Einsatz und die Verwendung von Holzbausystemen zeigt. Zur Eröffnung kam auch die NRW-Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking (CDU), die symbolisch das Band durchschnitt.

„Olsberg ist für mich schon fast ein bisschen Heimat“, sagte sie. Schon früher war sie ein paar mal in der Region gewesen. In ihren Grußworten sprach sich Schulze Föcking für Holz als nachwachsenden Baustoff aus. Durch die Verwendung von Holz werde ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet.

V.l.: Landrat Dr. Karl Schneider, der NRW-Abgeordneter Matthias Kerkhoff, Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking und Bürgermeister Wolfgang Fischer. Foto: Stefan Meinhardt Holzindustrie stärken

Auch den wirtschaftlichen Aspekt sprach sie an: „NRW ist nicht nur Kohle und Stahl, sondern auch der landwirtschaftliche Raum. Holzbau bietet Chancen für den Absatz von heimischem Holz, stärkt die regionale Säge- und Holzindustrie und sorgt für Beschäftigung im Handwerk.“ An die Gäste richtete sie einen Appell: „Füllen Sie dieses Haus mit Leben. Es ist es wert“

Auf zwei Etagen können Besucher sehen, wie Holz mit anderen Materialien wie Stahl oder gemauerten Wänden zusammenspielt.

Bewusstsein für Holz wächst

Professor Volker Schiermeyer lehrt an der FH Bielefeld Ingenieurbau. Er sagte: „Das Bewusstsein für Holz ist im Bauingenieurswesen größer geworden. Bei uns ist die Studienrichtung gleichgestellt mit den Stahlbauern.“

Schiermeyer beschreibt das Ziel des neuen Trainingshauses: „Es geht hier um die Darstellung der unterschiedlichen Materialien. Die Studenten müssen so nicht mehr nur in Bücher schauen, sondern sehen die ganze Bandbreite der verschiedenen Verarbeitungsmöglichkeiten. Das finde ich wichtig.“ Er nennt Vorteile im Arbeiten mit Holz: „Schnelle Montage, hohe Präzision, leichte Bauweise und natürlich wächst der Rohstoff nach.“

Mehrere Vertreter aus der Branche präsentierten in Vorträgen Beispiele vom Bauen mit Holz - darunter Brücken und Studentenwohnheime. Dieses werden erst in einer Halle als Container angefertigt und dann zur Baustelle ausgeliefert. Dort müssen sie nur noch aufeinander gestapelt werden. Der Präsident der Architektenkammer Michael Arns sagte: „Holz ist ein Rohstoff der Zukunft - auch für den städtischen Hochbau.“

Appell an die Ministerin

Olsbergs Bürgermeister Wolfgang Fischer erzählte von einem Projekt von vor zwei Jahren: „Als 2015 durch die ankommenden Flüchtlinge Wohnraum gebraucht wurde, entstand das Projekt Holzbauten für Flüchtlinge.“ Dadurch konnten schnell Unterbringungen gefertigt werden.

Markus Becker, Vorsitzender des Landesbeirats Holz NRW richtete eine Bitte direkt an die Ministerin: „Wir wollen und können uns stärker einbringen.“ Er erinnerte daran, dass die Musterbauordnung in NRW dringend überarbeitet werden müsse. Das geschah zuletzt 2002. „Bitte setzen Sie sich im Kabinett dafür ein.“ Schulze Föcking gab daraufhin bekannt, dass sie bereits Gespräche geführt habe.

>>>Forstwirtschaft in NRW

  • In NRW gibt es rund 935 000 Hektar Wald. Das sind 27 Prozent der Landesfläche.
  • Eine Besonderheit ist der hohe Privatanteil: 63 Prozent des Waldes sind in privater Hand. Die durchschnittliche Waldbesitzgröße liegt aber nur bei vier Hektar.
  • Die Waldfläche in Südwestfalen beträgt 310 620 Hektar. Das entspricht einem Anteil von 50,2 Prozent der Fläche.

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