Schützenfest

Das Schützenfest in Brilon sorgt für viel Raunen im Publikum

Jörg Nolte freut sich über seinen großen Triumph beim Schützenfest in Brilon.

Jörg Nolte freut sich über seinen großen Triumph beim Schützenfest in Brilon.

Foto: Joachim Aue

Brilon.  Nach fast zwei Stunden hartem Kampf an der Vogelstange gab es einen glücklichen Sieger. Der Anreiz auf die Krone war dieses Jahr besonders groß.

Nach rund eindreiviertel Stunden brandete um 13.30 Uhr unter der Vogelstange riesiger Jubel auf. Das untrügliche Zeichen für: Brilon hat einen neuen Schützenkönig und der heißt Jörg Nolte. Bis dahin ging immer wieder ein Raunen durch die Menge, wenn einer der beiden Bewerber, Jörg Nolte und Stefan Schleich, dem hölzernen Wappentier so richtig einen verpasst hatte, dass die Fetzen oder besser gesagt die Holzspäne flogen.

Ohnehin war der Anreiz groß, schließlich ist nächste Jahr wieder Schnade und auch das Stadtjubiläum und die Hansetage fallen in die Amtszeit des neuen Königs. Eben bis zu jenem 378. Schuss, als der Vogel mitsamt der rechten Flügels sein tristes Dasein im Kugelfang aufgab, um dem 50-jährigen Vertriebsingenieur bei der Firma Centrotherm die Königswürde von St. Hubertus zu sichern.

Amtierender König sicherte sich Löffelchen

Unter den ersten Gratulanten natürlich eine hocherfreute Ehefrau Silvia, die ihn bei der Regentschaft unterstützen wird. Zuvor hatte sich der scheidende König Roland Bunse mit einem seiner Ehrenschüsse den Kopf und damit eines der begehrten Löffelchen geholt. Auch bei Martin Hillebrand wird in Zukunft diese Prämie in der Vitrine liegen, denn er sicherte sich den linken Flügel. Schon vor der Proklamation durch Major Herbert Jätzel, der tags zuvor mit dem EGS-Kreuz in Silber ausgezeichnet worden, feierte die proppevolle Schützenhalle das neue Königspaar.

Die Bombenstimmung war nicht zuletzt auch ein Verdienst der „Hochsauerländer“, die gleich nach dem Einzug in die Schützenhalle, quasi als erste Amtshandlung, vom neuen Regenten bei einem flotten Marsch dirigiert wurden. Mitregentin und Ehefrau Silvia wurde sofort im Kreis des ehemaligen Königs aufgenommen und musste die Jubelarien der Damen über sich ergehen lassen. Am Abend stellte sich das neue Königspaar mit seinem Hofstaat in einem prächtigen Festzug und bei der Parade auf der Rathaustreppe der Bevölkerung vor.

Mahnmal gespendet

Den Auftakt des Schützenfestes hatte ein feierlicher Gottesdienst in der Propsteikirche und die Kranzniederlegung sowie die Einweihung eines Mahnmales gebildet. Dieses war vom ehemaligen Schützenkönig Roland Bunse geschaffen und der Bruderschaft gestiftet worden. In einer kurzen Ansprache betonte er: „Dieses Mahnmal soll an die Opfer von Terror und Gewalt erinnern.“

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