Offene Gärten

Das sind aus Brilon die schönsten Bilder aus privaten Gärten

| Lesedauer: 6 Minuten

Brilon.  Bürger aus Brilon öffneten ihre Gärten für Besucher. Auch die Waldfee Zoe Tilly schaute in einige der der sommerlichen Gärten. Die Impressionen:

Die Briloner Waldfee Zoe Tilly hatte wieder in die „Offenen Gärten der Waldfee“ eingeladen. Neun Gartenbesitzer aus Brilon, Nehden, Petersborn und Wülfte öffneten ihre liebevoll gestalteten Gärten für die Öffentlichkeit. In jedem Garten schauten auch die Waldfee und Bürgermeister Dr. Bartsch vorbei. Hunderte Besucher nutzten den herrlichen Sommertag, um einen Blick in die Vielfalt der privaten Gartenparadiese zu werfen und sich neue Ideen für den eigenen Garten zu holen. Jeder Garten war anders und außergewöhnlich schön. Organisator Friedel Schumacher (BWT Brilon) hat mit dieser Aktion wieder vielen Menschen eine Freude bereitet. Die Kinder waren fasziniert von der Waldfee, wenn sie in ihrem zauberhaften grünen Kleid, hohem Hut und ihrem Feenstab einen Garten betrat. Für die Kleinen wurde es ein unvergessliches Erlebnis, denn sie bekamen sogar ein signiertes Foto von Waldfee Zoe.

Lesen Sie auch:So viel müssen Sie in Brilon für einen Corona-Test zahlen

Der Garten des Museums Haus Hövener präsentierte sich als Ruhe-Oase mitten in der Stadt. Den Tag verbrachten dort auch einige Mitglieder der Briloner Gewandschneiderei in ihren historischen Gewändern. Darunter die 92-jährige Maria Morgenroth. Ständig schauten Familien vorbei, um sich den schönen Museums-Hochgarten anzuschauen.

Uromas Sammeltassen mit Goldrand auf einem alten Tortenteller

Derkere Straße 9, Familie Günster: Hier öffnete sich hinter der alten Stadtmauer ein großes Gartenparadies mit vielen alten Stauden, knorrigen Obstbäumen und vielen Sitzecken. Die Gäste gaben sich die Klinke in die Hand und staunten über einzigartige Gartendekorationen wie Uromas Sammeltassen mit Goldrand auf einem alten Tortenteller. Auf seiner Geige unterhielt der junge Ukrainer Kostya mit ukrainischen Liedern. Begeistert schauten die Gäste auch den beiden geflüchteten Ukrainerinnen Valentina Wunderwald und Anzhelika Zhuravleva beim Basteln von Blumen für den Frieden zu. Sie zeigten die florale ukrainische Handwerkskunst Petrikowskaja , die als immatrielles Kulturerbe der Menschheit der Unesco gelistet ist. „Eine sehr alte Kultur der Freestyle Malerei“, erklärte Anzhelika. Mit ihrem Hobby, „Improvisionen“ aus Papierblumen, begeisterte die Musiklehrerin, wenn sie aus gefaltetem Papier Blumen oder Elfen ausschnitt, die von den Gästen zu einem Papierbild geklebt werden konnten.

WP-Newsletter per Mail: Was ist los in Brilon, Olsberg, Marsberg, Winterberg, Medebach und Hallenberg? Holen Sie sich den Newsletter für Ihren täglichen Nachrichtenüberblick

Valentina Wunderwald und Anzhelika Zhuravleva leben seit März in Brilon. „Valentina ist Ende März mit ihrem Sohn Kostya, Hund und Katze hier angekommen“, erzählte Angelika. Ich bin Anfang März mit Hund und Katze nach Brilon gekommen.“ Beide waren schnell begeistert von ihrem neuen Wohnort. „Brilon ist eine wunderschöne Stadt mit so vielen Blumen und Blüten. Die Menschen sind sehr nett und alle Leute lächeln“, meint Anzhelika. „Wir beide lieben hier alles. Es gibt so viel Schönes hier. Die Stadt Brilon ist auch sehr kreativ.“

Vor 30 Jahren war hier noch eine Weihnachtsbaumwiese

Hinterm Friedhof 12, Iris Bühner: „Hier haben Sie doch sicher einen Gärtner“, fragten Besucher aus Bamberg. „Die beiden Gärtner stehen vor ihnen, alles in Eigenregie“, war die Antwort des Hausbesitzers. Man betrat einen super gepflegten Traumgarten auf 1600 Quadratmetern mit zahlreichen Akzenten wie künstlerischen Skulpturen, die der Schwiegervater angefertigt hatte. Eine runde Wildblumenecke mit prächtig leuchtenden Blumen und Insektenhotels fiel ins Auge. „Als im Lockdown alle Hotels geschlossen waren, habe ich gedacht, jetzt baust du Hotels“, lachte der Ehemann. „Vor 30 Jahren war hier noch eine Weihnachtsbaumwiese.“ Jetzt ist es ein Erlebnisgarten. „Was für ein toller Garten. Hier bleibe ich“, staunte auch die Waldfee. „Der Garten ist herrlich, vielen Dank für die Inspirationen“, bedankten sich die Bamberger.

Etzelsberg 28, Marianne Kleine-berg: Der riesige ökologische Bauerngarten sieht nach viel Arbeit aus. Mit Mischkultur, Gemüseanbau, Nutzpflanzen, alten Obstbäumen, Hochbeeten mit alten Sorten von Heilkräutern und Blumen. Ins Auge fällt ein großes Gewächshaus, in dem die Hobbygärtnerin alles vorzieht. Aus den vielen Nutzpflanzen macht die pensionierte Lehrerin mit Hilfe ihrer Freundinnen etwa Ringelblumensalbe, Kümmel wird zu leckeren Plätzchen verarbeitet. „Man sieht hier alles, was man nicht so oft in Gärten sieht“, so die Gartenexpertin. „Süßkartoffel wächst neben Baldrian, Ysop neben Johannisbeeren, zwischen dem Currykraut gedeihen Rosen und der Grünspecht kommt immer als Gast in meinen Garten. Er braucht den Kompost.“ Hinter einem hohen Walnussbaum ist noch ein echter Kompost. Und wer Ableger braucht, ist immer willkommen. „Bei mir können die Leute jederzeit klingeln. Ich habe noch viele Tomatenpflanzen, Thai-Basilikum und vieles mehr.“

Extragroßes Trampolin und viel Platz zum Herumtollen

Petersborn 64, Familie Steinkämper: Ein wunderschöner, 3500 Quadratmeter großer Garten mit einem kleinen Nutzgarten mit Erbsen, Möhren & Co. und einem weitläufigen Kinderparadies. „Ich habe gehofft, dass wirklich Leute mit Kindern kommen, die sich hier austoben können“, erklärte die Gartenbesitzerin. Hier war wirklich alles, worüber sich Kinder freuen, eine Doppelhängematte, ein extragroßes Trampolin und viel Platz zum Herumtollen. Der zwölfjährige Enkel kutschierte mit einem Kettcar die Kleineren im Kinderanhänger. Das Highlight waren die Hühner Ida, Lotte, Martha und Lisa in einem Freiluftgehege.

Aus Platzgründen kann nicht über alle Gärten berichtet werden. Aber auch bei den anderen Gartenbesitzern war das Interesse der Besucher riesig. Wittekindstraße 16, Gerlinde Kraft: Einen großen Garten in Hanglage haben die Eigentümer in eine idyllische, Grün- und Wohlfühloase verwandelt, die sogar gerne von Rehen besucht wird. Nehden (Am Marmorbruch 5a): Die Gäste sahen einen gemütlich angelegten Garten, der mit alten Gegenständen aus Uromas Zeiten zu einem Hingucker wurde. Dazu wurden köstliche Torten verkauft. Wülfte (Wülfter Straße 10, Familie Luis): Hier staunten alle über ein außergewöhnliches großes Rosenparadies mit den verschiedensten Rosenarten und ausgefallenen Gartendekorationen. Petersborn 8: Die Besucher erlebten einen großen Garten mit einem Teich, vielen schönen Blumen und Spontanvegetation.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Altkreis Brilon

Liebe Nutzerinnen und Nutzer:

Wir mussten unsere Kommentarfunktion im Portal aus technischen Gründen leider abschalten. Mehr zu den Hintergründen erfahren Sie
» HIER