Gesundheit

Deshalb erhält das Krankenhaus Maria-Hilf Millionen vom Land

Das Maria Hilf Krankenhaus rüstet sich für die Zukunft.

Das Maria Hilf Krankenhaus rüstet sich für die Zukunft.

Foto: Jürgen Hendrichs

Brilon/Arnsberg.  Mit gut zwei Millionen Euro unterstützt das Land NRW das Krankenhaus Maria Hilf Brilon. Die Finanzspritze ist wichtig für die Zukunft des Hauses.

Das Land unterstützt das Maria Hilf-Krankenhaus mit knapp zwei Millionen Euro. Am Donnerstag übergab Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann Geschäftsführer Rene Thiemann und Bürgermeister Dr. Christof Bartsch bei der Bezirksregierung in Arnsberg zwei Förderbescheide. Einen über 1.016.465,13 Euro für den Umbau der Isolierstation und einen über 980.864,80 Euro für die Erweiterung der Intensivstation. Beides, so Rene Thiemann, seien „ganz wichtige Maßnahmen für die Zukunft des Krankenhauses“.

Landesprogramm zur „Verbesserung der Versorgungsqualität

Das Geld stammt aus dem 66 Millionen Euro schweren Landesprogramm zur „Verbesserung der Versorgungsqualität durch strukturverändernde oder strukturstärkende Maßnahmen“. Damit soll eine qualitativ hochwerte und patientengerechte Versorgung sichergestellt werden. Bei einem Treffen mit Vertretern des Trägers und der Unternehmens-Initiative Big Six Anfang November hatte Minister Laumann das Briloner Krankenhaus als „unverzichtbar für die Region“ bezeichnet. Gleichzeitig hatte er betont, dass die Kooperationen der verschiedenen Häuser immer wichtiger würden.

Die jetzt am Schönschede anstehende Modernisierungs-Offensive sieht den kompletten Neubau der Intensivstation auf der dritten Etage vor. Dafür rutscht die ganze Station lediglich ein kleines Stück zur Seite, nämlich in die in dem 2010 errichteten Anbau an der Ostseite neben dem neuen OP-Trakt bisher nicht genutzte Freifläche. Rund 500 qm stehen dort zur Verfügung, die unmittelbar angrenzende bisherige Intensivstation mit ihren rund 380 qm soll als Ergänzungsfläche vorgehalten werden.

1974 eröffnete Intensivabteilung

Derzeit besteht die 1974 eröffnete Intensivabteilung aus sechs Zimmern mit neun Betten. „Die heutigen Strukturen und geforderten Prozesse einer solchen Einrichtung lassen sich nur mit erheblichem Aufwand umsetzen“, so René Thiemann. Und weiter meint der Geschäftsführer: „In der Planung der 70er Jahre konnten zukünftige Behandlungsmethoden und der dazu benötigte Platz nicht erahnt werden.“

Auf der Intensivstation werden Patienten mit lebensbedrohlichen Situationen, bei einer nach Operationen erforderlichen künstlichen Beatmung, bei therapie-kritischen Behandlungen oder zur besonderen Überwachung etwa nach Unfällen aufgenommen und behandelt. Dafür stehen sechs Fachärzte der Intensivmedizin und Anästhesie zur Verfügung. Zudem betreuen dort die Fachärzte der anderen hausinternen Abteilungen ihre Patienten. Das Pflegeteam besteht aus 26 Pflegekräften, von denen etwa die Hälfte eine intensivmedizinische Weiterbildung absolviert hat.

Isolierstation innerhalb der Internistischen Fachabteilung

Die Isolierstation befindet sich innerhalb der Internistischen Fachabteilung auf der ersten Etage des Krankenhauses. Sie hat eine Fläche von rund 500 qm und umfasst 14 Betten. Die Abteilung ist seit der Eröffnung des Krankenhauses im Jahr 1966 als Isolierstation anerkannt und eine von zwei Isolierstationen im gesamten HSK, die neben den normalen Basismaßnahmen auch einen höheren isolierungspflichtigen Patientenkreis, wie etwa bei einer Pandemie, aufnehmen und therapieren können. Im Zuge der Modernisierung ist die Installation einer neuen Raumluft- und Abluft-Technik geplant. Das bewirkt auch eine Höherstufung der Isolier-Klasse von A+ nach B. Die medizinische Betreuung der Isolierstation liegt beim Ärzte- und Pflegeteam der Inneren Abteilung. Das Pflegeteam besteht aus mehr als 30 Kräften.

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