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„Die Leber brennt“ auch bei Rustikarl aus Brilon

Aus Garage Language wurde Rustikarl

Foto: Veranstalter

Aus Garage Language wurde Rustikarl

Brilon.   Mit neuem Namen will die Briloner Band Rustikarl durchstarten. Beeinflusst werden die Jungs von den Toten Hosen, den Böhse Onkelz und den Ärzten.

Sie bezeichnen ihren Stil als Punk’n’Roll und feiern bis die „Leber brennt“: Die Briloner Band „Garage Language“ ist durch zahlreiche Auftritte schließlich längst zu einer kleinen lokalen Berühmtheit geworden.

Doch um die soll es heute gar nicht gehen. Das Projekt „Garage Language“ liegt nämlich erst einmal auf Eis.

„Es hat uns immer gestört, dass wir, obwohl wir ausschließlich deutsche Texte schreiben, einen englischen Namen haben,“ erzählt Kai Certa, Schlagzeuger der Band. Ein neuer Name musste her. „Wir wollten halt auf jeden Fall etwas Deutsches. Aussagekräftig, aber eben auch lustig“, so Certa weiter.

„Rustikarl“ war geboren. Drei ehemalige „Garage Language“-Mitglieder sind weiterhin mit am Start, der Vierte im Bunde wurde dann nach einigen Castings gefunden. „Wir haben uns am Ende dann für denjenigen entschieden, der auch menschlich einfach am besten zu uns passte“, sagt Christian Ester. „Und dann ging das Ganze auch schon los.“

Neuer Rhythmusgitarrist

Neben Ester, Certa und Björn Stürzebecher gehört nun Philipp Stahl zum neuen Projekt der Band. Certa: „Wir haben dann wochenlang gespielt und auch sofort zwei Songs aufgenommen. „Tequila mit den Engeln“ und „Auf Wiedersehen Logik“. An dieser Stelle auch einen Riesendank an unseren Produzenten, den fantastischen Markus Lübke!“ Völlig überrascht war die alte, neue Band von der überwältigenden Resonanz. „Die Leute fanden die Songs megageil,“ freut sich Christian Ester. „Die haben die Musik total abgefeiert und am nächsten Tag im Auto schon bei Spotify gehört!“

Das habe dann alle Mitglieder natürlich extrem motiviert, am Ball zu bleiben und noch mehr aufzunehmen. Schnell war dann auch die Facebook-Seite erstellt, die sich sofort über zahlreiche „Likes“ freuen konnte. Inzwischen sind die Stücke von „Rustikarl“ auf allen erdenklichen Online-Stores von iTunes, über Deezer bis Shazam vertreten. „Auf wirklich allen,“ freut sich Kai Certa.

Zu ihren musikalischen Einflüssen zählen die Jungs Bands wie Die Toten Hosen, Böhse Onkelz und Die Ärzte - alles Bands, die sie bereits von Kindesbeinen an sehr geprägt hätten. Die Texte, die allesamt aus eigener Feder stammen, behandeln Extremsituationen, wie zum Beispiel den Tod eines Freundes, gesellschaftskritische Themen, können aber auch sehr emotional sein. Auf jeden Fall aber, hält Stürzebecher fest, seien sie „ganz klar unpolitisch.“

Dreimal wöchentlich Probe

Der Neue im Bunde, Philipp Stahl, hat durch sofortigen Erfolg von „Rustikarl“ richtig Blut geleckt und will noch mehr üben als ohnehin schon. „Ich hatte niemals mit einem solchen Feedback gerechnet und find’s einfach nur geil, Teil dieser Band zu sein!“ Drei Mal wöchentlich ist Treffen im Proberaum angesagt - „Minimum,“ sagt Certa. Treu begleitet werden die vier Jungs von ihrem Maskottchen „Rusti“, und wie’s aussieht, steht dem für Sommer 2018 geplanten Album nichts im Wege.

Allen Fans von ehrlicher, handgemachter Musik kann man nur ans Herz legen, bei „Rustikarl“ reinzuhören. Und Fans von „Garage Language“ dürfen aufatmen: Zumindest ein Song wird mit ins neue Repertoire übernommen. Bei Konzerten wird also wieder abgerockt bis die „Leber brennt“.

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