Interview

„Die Sprache der Mutter ist immer die schönste“

Dr. Werner Beckmann ist Leiter des Sauerländer Mundartarchivs.

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Dr. Werner Beckmann ist Leiter des Sauerländer Mundartarchivs.

1 Wieso beschäftigen Sie sich so intensiv mit einer Sprache, die kaum noch gesprochen wird?

Eben deswegen! Ich habe mich bereits als kleiner Junge für Sprachen interessiert. Mathe und Physik waren eher, naja, nicht so meins. Deswegen habe ich auch später vergleichende indogermanische Sprachen in Bochum studiert und war überglücklich, dass es in Münster einen eigenen Studiengang „Niederdeutsch“ gibt, den ich studieren konnte.

2 Was genau fasziniert Sie an dem Plattdeutschen?

Mich fasziniert, dass Plattdeutsch so facettenreich ist. Nahezu jedes Dorf hat seine eigene Tonfärbung und das ist einfach spannend zu beobachten. Platt ist für mich eine Art Kultursprache. Jeder Mensch, der Plattdeutsch spricht, ist ebenso individuell und einzigartig, wie der Dialekt, den er spricht.

3 Welche Variante des Sauerländischen Platt ist Ihr Liebling?

Das kann ich Ihnen ganz genau sagen: Die Sprache der Mutter ist immer die schönste Sprache, egal in welcher Region jemand lebt – ob im Sauerland oder in Bayern. Jede Sprache hat seine eigene Schönheit und ist es wert erhalten zu bleiben.

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