Ermittlungen

Drei Feuer in Brilon-Thülen: Polizei glaubt an Serienbrandstifter

Die Überreste der Scheune an der Bruchhausenstraße in Thülen

Foto: Laura Baer

Die Überreste der Scheune an der Bruchhausenstraße in Thülen Foto: Laura Baer

Thülen.   Die Polizei wird ab sofort verstärkt Streife in und um Thülen fahren. Die Ermittler gehen davon aus, dass ein Serienbrandstifter dort Feuer legt.

Die Ursache für den Scheunenbrand in der Nacht auf Montag in Thülen kann abschließend nicht geklärt werden. Die Scheune war komplett niedergebrannt, so dass die Brandermittler an ihre Grenzen stießen.

Die Polizei geht mittlerweile davon aus, dass ein Serienbrandstifter seit Ende August drei Feuer in dem Dorf gelegt hat.

„Wir ermitteln auf Hochtouren“, sagte Polizeisprecher Holger Glaremin der Westfalenpost. Die Polizei wird ab sofort in den kommenden Wochen verstärkt Streife in und um Thülen fahren. „Drei Feuer in einem derart kurzen Zeitraum sind so ungewöhnlich, dass wir jetzt in allen Fällen von Brandstiftung ausgehen müssen. Bei den brennenden Strohballen ist das zweifelsfrei erweisen“, so Glaremin.

26.8. Scheunenbrand Nummer 1: Kurz nach 6 Uhr werden die Löschgruppen Thülen, Nehden, Alme, Rösenbeck sowie der Löschzug Brilon alarmiert. Bei Eintreffen der Thülener Feuerwehr steht die als Strohlager genutzte Scheune Im Spansfeld bei Thülen bereits im Vollbrand.

Mit Hilfe eines Baggers werden die brennenden Strohballen aus der Scheune entfernt. Vorher müssen die Reste des Dachstuhls über die Drehleiter entfernt werden. Die Löscharbeiten dauern bis zum Nachmittag. Die Brandermittler der Polizei können die Ursache nicht abschließend klären. Dass ein Serienbrandstifter unterwegs ist, ahnt noch niemand.

19.10. Strohballen brennen: Die Feuerwehr wird um 21:47 Uhr alarmiert. An der Straße Zur Heide brennen etwa 20 Rundballen Stroh. Zunächst wird die Brandausbreitung verhindert.

Danach werden die brennenden Ballen mit einem Frontlader auseinander gefahren und abgelöscht. Für die Einheiten aus Thülen, Alme und Rösenbeck ist der Einsatz um Mitternacht beendet. Schnell ist klar: Es handelt sich im Brandstiftung. Dass ein Feuerteufel am Werk sein könnte, daran denkt noch niemand.

3.11. Scheunenbrand Nummer 2: Drei Rinder verbrennen beim Brand einer Scheune an der Bruchhausenstraße. Gegen 1 Uhr am frühen Morgen wird ein Scheunenbrand in Thülen gemeldet. Die Löschgruppen aus Thülen, Alme, Nehden und Rösenbeck sowie der Löschzug Brilon rücken an. Als die Löschgruppe Thülen Richtung Bruchhausenstraße ausrückt, ist der Feuerschein schon von weitem sichtbar.

Ein Feuerwehrmann wird bei den Löscharbeiten verletzt. Die Nachlöscharbeiten dauern bis zum Vormittag. Die Scheune ist komplett niedergebrannt. Die Überreste der Kühe liegen in den Trümmern unter pechschwarzem Schutt begraben. Zwei Trecker, ein Mischstreuer und ein voll beladener Kornwagen verbrennen. „Ich bin geschockt“, sagt Landwirt Franz-Josef Kemmerling. Die Brandermittler der Polizei können die Ursache für das Feuer zwar nicht zweifelsfrei klären. Sie geht aber jetzt davon aus, dass ein Serienbrandstifter die Feuer gelegt hat.

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