Schützenverein

Düdinghausen bekommt eine neue gute Stube

Pönstube soll der neue Anbau an die Schützenhalle in Düdinghausen heißen. Rundherum gibt es reichlich Platz für Kinder zum Spielen

Pönstube soll der neue Anbau an die Schützenhalle in Düdinghausen heißen. Rundherum gibt es reichlich Platz für Kinder zum Spielen

Foto: Stefanie Bald

Düdinghausen.  Sehr viel Arbeit und rund eine Viertelmillion Euro investiert der Bürgerschützenverein in die neue Pönstube. Davon soll der ganze Ort etwas haben

„Am 18. Juli ist das alles fertig.“ Stefan Schlüter, Hauptmann und Vorsitzender des Bürgerschützenvereins Düdinghausen, hat komplettes Vertrauen in seine Truppe. Und tatsächlich ist im neuen Anbau an die Schützenhalle zwar noch allerlei zu tun – man sieht aber bereits, wohin die Reise gehen soll.

Die künftige Küche ist schon gefliest und die Anschlüsse eingerichtet, der Bodenbelag im Saal zur Hälfte verlegt. Hier und dort liegt Werkzeug und Baumaterial herum.

Name angelehnt an den Hausberg

Pünktlich zum Schützenfest (ab 19. Juli) soll der Anbau einsatzbereit sein. Etwa 230 Quadratmeter umfasst er: großer Saal, Küche und Toiletten (auch für Behinderte). Alles modern, hell und luftig. Rund 250.000 Euro und sehr viel Eigenleistung investieren die Schützen.

Pönstube soll das Ganze heißen, wenn es fertig ist. Der Name, abgeleitet vom Hausberg des Dorfes, wurde in einer Abstimmung festgelegt.

Antwort auf das Kneipensterben

Doch die Schützen bauen nicht für sich allein, „das wäre auch nicht nötig.“ Von der Pönstube soll das ganze Dorf etwas haben. „Wir beobachten ein Kneipensterben im Ort“, sagt Pressewart Wilhelm Damitsch. Damit einher geht das Problem, dass es schwieriger wird, für Hochzeiten, Kommunion, Taufen und andere Familienfeiern einen Raum zu bekommen.

Außerdem lege man Wert darauf, wieder eine voll ausgestattete, moderne Küche anbieten und auch selbst nutzen zu können. „Das war in den letzten Jahren leider nicht möglich.“ Als Notlösung habe es zum Schützenfest vor der Halle Imbisswagen mit Würstchen gegeben. „Aber das ist ja keine Dauerlösung“, sagt Schlüter. „Wir wollen wieder ein richtiges Menü.“

Separat für Feiern zu mieten

80 bis 100 Personen können in der Pönstube künftig feiern. Sie ist separat zu mieten und hat auch einen eigenen Eingang. Mitfeiernde Kinder dürften sich vor allem über das Außengelände freuen: Ein Spielplatz, ein Bolzplatz und eine kleine Wiese liegen unmittelbar am Gebäude.

Ihren ersten Einsatz hat die Stube beim anstehenden Schützenfest, das ein besonderes ist: Der Bürgerschützenverein wird 150 Jahre alt. Deshalb dauert das Fest auch diesmal vier statt wie üblich drei Tage. Höhepunkte werden die feierliche Einweihung des Anbaus am Festsamstag um 18 Uhr und das allererste Kaiserschießen der Düdinghäuser Geschichte um 19 Uhr. Alle noch lebenden Schützenkönige des Vereins dürfen dann anlegen.

Ein großes Geheimnis macht der Verein noch um die Festschrift, die Ehrenhauptmann Ferdi Asmuth in anderthalbjähriger Arbeit zusammengetragen hat. Sie wird beim Festakt am Sonntagvormittag vorgestellt.

Details der Festschrift geheim

Vom Inhalt ist nur zu erfahren, dass es drei große Themenbereiche geben soll: Vereinsgeschichte, Königsgalerie und der Wandel der Schützenhalle. Auf 204 Seiten und in über 350 Bildern ist angeblich auch noch Platz für so manche Anekdote aus der langen Geschichte des Vereins.

Zum Beispiel darüber, was sich hinter dem zwölften Schützenbruder verbirgt und woher eigentlich der Hauptmannsdegen kommt und was ihm eines Tages zustieß. „Mir war es wichtig, dass das Ganze kurzweilig und interessant und nicht bierernst daherkommt“, lässt Asmuth mitteilen.

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