Dorferneuerung

Ehemalige Grundschule Erlinghausen: „Verein(t) im Handwerk“

Die leerstehende Grundschule in Erlinghausen soll zukünftig von Vereinen des Dorfes und Handwerkern aus der Umgebung genutzt werden können.

Die leerstehende Grundschule in Erlinghausen soll zukünftig von Vereinen des Dorfes und Handwerkern aus der Umgebung genutzt werden können.

Foto: Annette Dülme

Erlinghausen.  Für die leerstehende Grundschule Erlinghausen ist eine neue Nutzung gefunden für Vereine im Dorf und Handwerksbetriebe der Stadt.

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Abreißen kommt nicht in Frage. Darüber waren und sind sich alle Beteiligten einig. Die leerstehende Grundschule soll weiter genutzt werden - als Haus der Vereine und des Handwerks, im Projekt: „Verein(t) im Handwerk“. Örtliche Vereine werden dort Räume für ihre Arbeit erhalten. Und Handwerksbetriebe Räume für Schulungen.

Die Finanzierung steht und die Bauzeichnung ist erstellt. Ortsbürgermeister Thomas Schröder, Bauunternehmer Uli Prior und Gisbert Schröder, Vorsitzender des Fördervereins „Use Erlingsen“, stellten jetzt die Planungen im Sportlerheim vor, denn mit der Umsetzung kann im nächsten Jahr begonnen werden. Viel Eigenleistung ist gefragt.

Dorferneuerungsprogramm

Bewilligt ist im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW 244.000 Euro. Die Stadt steuert 70.000 Euro hinzu und Eigenleistung in Form von 3.000 Stunden ist Voraussetzung.

Ortsbürgermeister Thomas Schröder blickte zunächst vor den rund 50 erschienen Bürgern auf die ersten drei Projektjahre zurück. Ende 2016 fanden ersten Gespräche statt, im Frühjahr 2017 ein erstes Vereinstreffen in der Landvolkshochschule Hardehausen. Eines der dort erarbeiteten Ergebnisse: Die seit über zehn Jahren leerstehende Grundschule soll weiter genutzt werden. Und alle wollen sich einbringen. Die Idee von Bauunternehmer Ulli Prior ein Handwerksmuseum einzurichten, wurde weiterentwickelt: „Den Handwerksbetrieben im Stadtgebiet und darüber hinaus fehlen dringend Schulungsräume“, so Uli Prior. Für Weiter- und Ausbildungen, Sicherheitsschulungen oder betriebliche Erste-Hilfe-Kurse. Die Förderrichtlinien änderten sich. Aus dem Leader-Projekt wurde ein IKEK-Leitprojekt. Jetzt wird es aus der Dorferneuerungsprogramm finanziert.

An dem Gebäude soll äußerlich so gut wie nichts verändert werden. Aber: Neue Fenster, neue Fassade und neue Technik müssen her. Im Innern sind laut Uli Prior nur wenige bauliche Maßnahmen nötig. Bodenbeläge und Türen sind in Ordnung.

Garage für Rasentrecker

Im Untergeschoss wird der Sportverein zum Sportplatz hin einen festen Raum für den Verkauf von Würstchen und Getränken während der Spiele bekommen, mit Zugängen und Verkaufsfenster zum Sportplatz hin. Dahinter ist noch Platz für einen Utensilienraum. Daneben wird der Sportverein eine Garage für den Rasentrecker bekommen. der Musikverein eine Garage für seine Bühnenelemente und der Karnevals-Club einen Lagerraum. Die ehemalige Aula kann für Ausstellungen oder zur Präsentation von historischen Handwerksgeräten genutzt werden.

Die Toiletten im hinteren Bereich sind schon erneuert worden, weil die Stadt die Schule ursprünglich auch als Asylantenunterkunft nutzen wollte. Der hintere Flur wird abgetrennt und das Dorfarchiv einen Lagerraum erhalten. Ein zweiter Raum für das Dorfarchiv ist im Obergeschoss geplant.

Dort wird aus einem Klassenraum ein Gymnastikraum, in dem das Gardeballett üben kann oder der Sportverein Gymnastikkurse abhält. Ein weiterer Klassenraum wird für Multimedia-Schulungen genutzt werden können. Die ehemalige Turnhalle wird zum Raum für das Handwerk und seine Schulungen.

Schulungen und Ausstellungsfläche

Thomas Schröder: „Der Schulungsraum kann natürlich auch von allen Vereinen genutzt werden.“ Beispielsweise der Musikverein für Registerschulungen oder der Sportverein für Taktikschulungen. Platz für Küche und Ausstellungsfläche bleibt im Flurbereich. In der Außenanlage vor der Schule bleibt der vorhandene Weg erhalten, zwei neue Wege führen zu den Garagen.

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