Literatur

„Ein bisschen Magie kann ganz praktisch sein“

Katie Grosser hat ihr erstes Kinderbuch geschrieben: „Rissa Filial und das Vermächtnis der Fabelwelt“.

Katie Grosser hat ihr erstes Kinderbuch geschrieben: „Rissa Filial und das Vermächtnis der Fabelwelt“.

Foto: Privat

Niedersfeld/Calle.   Katie Grosser ist eine junge Autorin aus Calle mit familiären Wurzeln nach Niedersfeld. Mit „Rissa Filial und das Vermächtnis der Fabelwelt“ hat die 24-Jährige jetzt ihren ersten Kinderroman veröffentlicht.

Sie ist 24 Jahre alt, kommt aus Calle und hat jetzt ihren ersten Kinderroman „Rissa Filial und das Vermächtnis der Fabelwelt“ veröffentlicht. Katie Grosser, deren Vater aus Niedersfeld stammt und die viele Verwandte im Raum Brilon hat, hat nach ihrem Abitur am Gymnasium der Benediktiner an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster Kommunikationswissenschaft und Politikwissenschaft studiert. Ab Oktober wird sie in einem Graduiertenkolleg zum Thema Vertrauen und Journalismus promovieren. Mit uns spricht sie uns über Feen, Trolle und Harry Potter.

Frage: Rissa Filial ist die Hauptfigur in Ihrem Roman. Wie ist sie so?

Katie Grosser: Rissa ist sehr neugierig und abenteuerlustig und verbringt deshalb viel Zeit in der Natur. Sie hat auch eine verträumte Seite und vergisst oft, wieder pünktlich nach Hause zu kommen, wenn sie im Wald spielt. In der Fabelwelt beweist sie dann schließlich auch ihren Mut. Rissa ist eine Abkürzung von Clarissa. Der Name ist natürlich etwas außergewöhnlich, aber Rissa selbst ist auch ein außergewöhnliches Mädchen.

Was fasziniert Kinder an der Fabelwelt, in der dieses Buch spielt?

Der Reiz der Fabelwelt macht sicher das Magische in ihr aus. Dort wohnen nämlich keine Menschen, sondern Fabelwesen: Feen und Trolle, Kobolde und Nymphen. Die Fabelwesen haben unterschiedliche magische Kräfte, die sie leider nicht immer nur zum Guten einsetzen. Die Feen und Trolle bekämpfen sich und der Kobold, dem Rissa und ihr Freund Leander begegnen, ist eine ziemlich angsteinflößende Kreatur. Aber die Magie hat auch viel Positives, denn dadurch ist die Natur in der Fabelwelt viel lebendiger als in der Menschenwelt. Außerdem kann ein bisschen Magie im Leben schon ganz praktisch sein.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, einen Kinderroman zu schreiben?

Ich schreibe schon seit meiner Kindheit Romane, aber „Rissa Filial und das Vermächtnis der Fabelwelt“ ist tatsächlich mein erster Kinderroman. 2011 habe ich damit angefangen und den Anstoß haben damals meine beiden jüngeren Schwestern gegeben, die zu dem Zeitpunkt sechs und neun waren. Vor allem die Neunjährige hat jedes Kapitel verschlungen, sobald ich es geschrieben hatte, und mir dann auch immer direkt ihre Meinung dazu gesagt. Ein Kinderroman ist genauso viel Arbeit wie beispielsweise ein historischer Roman. Ich musste auch für „Rissa“ viel recherchieren. Außerdem habe ich mir viele Gedanken um die Fabelwelt gemacht. Das war besonders wichtig mit Blick auf die weiteren Romane der Reihe: Ich habe auch schon Rissas zweites Abenteuer verfasst und das dritte ist momentan in Arbeit.

Was haben Sie gemacht, als das letzte Kapitel fertig gestellt war?

Das letzte Kapitel habe ich – wie den ganzen Roman – gleich mehrere Male fertig gestellt. Das erste Mal, als ich den Roman beendet habe; das zweite Mal nach der ersten Überarbeitung, bevor ich den Roman an verschiedene Verlage geschickt habe; und das dritte Mal nun im Zuge der Endkorrektur in Zusammenarbeit mit meiner Lektorin. Auch wenn ich beim ersten Mal sicher am glücklichsten war, ist es jedes Mal ein tolles Gefühl, einen guten Abschluss zu schreiben.

Welches gute Buch haben Sie zuletzt gelesen und möchten es weiterempfehlen?

Zuletzt habe ich tatsächlich noch einmal alle sieben Harry-Potter-Bücher hintereinander gelesen. Ich hatte sie schon seit mehreren Jahren nicht mehr in der Hand und habe mich einfach wieder vollkommen in die Welt von Harry, Ron und Hermine ziehen lassen. Erwachsenen kann ich „Eine Geschichte der Welt in 100 Objekten“ empfehlen. Das ist zwar ein Sachbuch, aber sehr spannend, gerade weil es viele Aspekte der Menschheitsgeschichte beleuchtet, über die wir in der Schule wenig bis gar nichts erfahren.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben