Ein Fürsprecher nimmt Abschied

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Wulmeringhausen. (le) An den Folgen einer schweren Operation ist am Sonntagnachmittag im Mescheder Krankenhaus St. Walburga Heribert Schmidt gestorben. Der gebürtige Asker vollendete im Dezember sein 87. Lebensjahr. ...

... Kurz vor Weihnachten las er ein letztes Mal im Erikaneum aus seinen Versen.

Nun ist seine Stimme verstummt, der Tod hat ihm die Feder aus der Hand genommen. Ein großer Menschen- und Heimatfreund ist nicht mehr. Nicht nur seine Familie, auch viele Sauerländer sind tief bewegt und traurig. Der Abschied von Heribert Schmidt fällt sehr schwer.

Das Bundesverdienstkreuz erhielt Schmidt im Jahre 1996: Eine ehrenvolle Auszeichnung für das Lebenswerk dieses Sauerländers, der in ungezählten Versen und Liedern das Land der tausend Berge besungen hat. Er verstand es wie kaum ein anderer, Suerlänner Platt zu kuieren und betrachtete dabei auch den Alltag mit all seinen Verwerfungen: "Herr -Guad, pass op! Se fusket dei do tüsken. Herr -Guad, schlo dropp! Dau most ne ennen wisken!"

1987 brachte Heribert Schmidt seinen ersten Gedichte-Band heraus: "Tausend Berge - tausend Verse." Es folgten viele weitere. Ein besonderes Werk: 1996 brachte das Bildungswerk des Josefsheimes "Schinkenbütterkes met Fransen" heraus.

Auf allen Stationen seines bewegten Lebens hatten die Menschen in Heribert Schmidt einen Fürsprecher, der zuhören und erzählen konnte. In englischer Gefangenschaft schrieb er Operetten und Revuen und ermunterte seine Mitgefangenen zum Theaterspielen. Für seine Heimatgemeinde Wulmeringhausen und die Stadt Olsberg arbeitete er als verantwortungsvoller Kommunalpolitiker. Im Olsberger Heimatbund gehörte er jahrzehntelang zu den tragenden Säulen.

Vielen wird Heribert Schmidt fehlen. Am Mittwoch wird er in Wulmeringhausen zu Grabe getragen.

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