Wettbewerb

Ein Star für schlaue Schüler

Foto: WP

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Marsberg. (she) Gestern, 11 Uhr: An den Scheiben der schlauesten Schule Deutschlands drücken sich die Schüler die Nasen platt.

Auf dem Schulhof der Städtischen Realschule Marsberg fährt ein großer dunkler Wagen vor. Der Stargast ist da! Das ist der Startschuss für eine Weihnachtsfeier, die so schnell keiner vergisst. Aber ihre Party hatten sich die Schüler auch sieben Wochen lang erarbeitet.

Informatiklehrer Robert Backhaus machte sie auf einen Wettbewerb aufmerksam und schnell waren alle begeistert. Beim Schüler-Wissensquiz „Live Battle” von Microsoft bewiesen sie Köpfchen und wurden Deutschlands schlaueste Schule (WP berichtete). Jetzt gab es die Belohnung - die Feier mit einem Auftritt von Bürger Lars Dietrich und einen 10 000 Euro Technikgutschein. Backhaus: „Die Schüler haben ganz genaue Vorstellungen, was sie davon anschaffen möchten, zum Beispiel einen Beamer oder Laptops.”

Dabei hatte man in Marsberg gar nicht mehr zu hoffen gewagt, als am 12. Dezember um Mitternacht der Sieger feststand. Denn zunächst landeten die Schüler knapp geschlagen auf Platz zwei. Schon am nächsten Tag ging es wie ein Lauffeuer durch die Schule: „Wie haben doch gewonnen!” Vivian Reiermann, die fleißig mitgequizzt hatte, konnte es erst gar nicht glauben: „Das habe ich nicht mehr erwartet.” Den Grund für die überraschende Wende erklärt Torsten Lichau, 2. Konrektor: „Die anderen haben offenbar gemogelt.”

Ganz ohne Komplikationen war es aber auch bei den Marsbergern nicht abgegangen: „Wir hatten die Vermutung, dass andere sich angemeldet haben, um unser Ergebnis zu drücken”, erinnert sich Vivian. Auf der Ergebnisliste steht, dass angeblich 996 Marsberger mitgemacht haben. Unmöglich bei nur 578 Schülern.

Dem Wissen der Realschüler tut das aber keinen Abbruch, denn nicht auf die Teilnehmerzahl kam es an, sondern darauf, schnell viel zu wissen. „Die Fragen waren aber eigentlich relativ leicht”, findet Achtklässlerin Vivian und ergänzt: „Doof war nur, dass alles auf Zeit ging.” Trotzdem hat es gereicht und Bürger Lars Dietrich stürmte gestern die Bühne in Marsberg.

Der laut eigener Aussage „schönste Märchenerzähler Deutschlands” las eine witzige Weihnachtsgeschichte vor. Statt einem Gedicht wollten die Schüler aber lieber Bürger Lars Dietrichs Lied über den Trickfilmhelden „Spongebob Schwammkopf” hören. Der Stargast ließ sich nicht lange bitten und gab unter dem Jubel der Marsberger gleich eine Beatbox-Einlage zum besten. Bei der Autogrammstunde witzelte er: „Ich unterschreibe auch Mathearbeiten.” Die würden zwar auch in Deutschlands schlauester Schule nicht nur Einsen tragen, aber dann immerhin ein Autogramm.

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