Einblick in die Welt Jane Austens

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Olsberg. Mit viel Liebe zum Detail entführte am vergangenen Sonntag der Verein „klang und wort“ auf Schloss Schellenstein mit Musik, Lesungen und Tee in die Zeit der Jane Austen.

Eröffnet wurde der Nachmittag von der neunjährigen Julina Brüggemann, die auf der Violine den Folk Dance der ihr gewidmeten „Little Suite for a young Lady“ aus der Feder des gebürtigen Londoner Komponisten Peter B. Smith uraufführte. In den sorgfältig recherchierten Lesungen erfuhren die Zuhörer von Christiane Kretzschmar nicht nur, dass der heute erschwingliche und allzeit verfügbare Tee zu Jane Austens Zeiten einen ebensolchen Luxus darstellte wie die Reise in öffentlichen Verkehrsmitteln, sondern auch viel über die Rolle der Frau.

Eine ungewöhnliche Schriftstellerin

Respektiert als perfekte Hausherrin und Gastgeberin besaß sie keinerlei intellektuelle, politische oder kulturelle Identität; ohne männlichen Schutz geriet sie darüber hinaus – wie die Schriftstellerin nach dem Tod des Vaters – schnell in Mittellosigkeit. Mit Zitaten von und über Jane Austen entstand das für viele vielleicht unbekannte Porträt einer Frau, die ihre (Um)welt messerscharf sezierte, provozierte und in Frage stellte. In den Lesepausen ließen die Lagenser Mezzosopranistin und Flötistin Sabine Gerlinde Smith und die Olsberger Pianistin Sonja Harlinghausen Jane Austens Welt akustisch wieder aufleben.

Mit Margaret Essex stand dabei eine Zeitgenossin im Mittelpunkt, deren kunstvolle Musik mit ihren poetischen Texten eine gelungene Wiederentdeckung war – souverän vorgetragen mit warmer Mezzosopranstimme und einfühlsamer Klavierbegleitung.

Tea-Time und Büchertisch

Nach der Tea Time bildeten filigrane Cembalo- und sonore Holzflötenklänge von Maria Hester Park – deren Musik von Zeitgenossen als maßgeschneidert für die Heldinnen in Jane Austens Romanen empfunden wurde – den Auftakt für ein Eintauchen in die dichterische Welt des Meisterwerks „Sense and Sensibility“. Wer nach diesem anregenden Nachmittag Appetit auf mehr von und über Jane Austen bekommen hatte, konnte sich am Büchertisch von Käpt’n Book mit entsprechendem Lesestoff versorgen.

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