Radweg-Eröffnung

Eine neue Verbindung auf alten Wegen

Der neue Radweg auf der alten Kleinbahntrasse zwischen Deifeld und Wissinghausen wurde eröffnet.

Der neue Radweg auf der alten Kleinbahntrasse zwischen Deifeld und Wissinghausen wurde eröffnet.

Foto: WP

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Deifeld/Wissinghausen. Unter dem Motto „Neue Verbindung auf alten Wegen“ wurde am Sonntag der neue Verbindungs- und Radweg zwischen Deifeld und Wissinghausen offiziell eröffnet. Das Festprogramm startete auf dem Deifelder Sportplatz mit einer Wanderung zur Wissinghauser Kapelle. Bei strahlendem Sonnenschein fanden sich in Wissinghausen über 120 interessierte Spaziergänger ein. Hier gab es etliche Informationen über die Kleinbahn Steinhelle-Medebach, denn der neue Weg befindet sich auf einem Teilstück der alten Trasse. Ortsheimatpfleger Matthias Grebe gab neben Ulli Lange (SGV) und Johannes Welticke einige Anekdoten, Geschichten und Liedtexte des so genannten „Feurigen Elias“ zum Besten. Zudem gab es Daten und Fakten aus der Vergangenheit. Zum geplanten Kleinbahnwanderweg gab Vera Lina Schütz von der Touristik Medebach einige Informationen. Neben der Stadt Medebach beteiligen sich die Städte Olsberg und Winterberg an diesem Leader-Projekt. In der Kapelle zeigte Christoph Hammerschmidt historisches Filmmaterial und Dias. Danach ging es zum Abmarsch in Richtung Deifeld zur offiziellen Eröffnung des schönen Weges. Bürgermeister Thomas Grosche sprach Grußworte und gab Informationen zu Daten und Fakten. Als Erinnerung an die Eröffnung wurde am Wegesrand ein Stein gesetzt. Dank Johannes Fresen ist dieser alte Kilometerstein nicht den Bauarbeiten zum Opfer gefallen. Beim Oktoberfest auf dem Deifelder Sportplatz mit dem Fußballspiel SV Deifeld gegen Borussia Wulmeringhausen fand das Fest musikalisch begleitet durch die „Schlossbergrebellen“ seinen Ausklang. Zur großen Freude der Deifelder und Wissinghauser gibt es nun diesen Weg. Ohne gefährlichen Kfz-Verkehr kann die Strecke zwischen den beiden Orten gelaufen und geradelt werden.

Weg schon jetzt gut angenommen

Der Weg wird jetzt schon gut angenommen. Gerade die Kinder freuen sich sehr, die nun hin und her ihre Freunde besuchen können. Auch so manche Festivität wird nun gefahrloser besucht.

Hier noch einige Informationen zum „Feurigen Elias“: Die Bauarbeiten zur rund 36 Kilometer langen Trasse begannen im Oktober 1901. Im Jahre 1953 wurde der Betrieb eingestellt – nicht zuletzt durch die Konkurrenz von Buslinien.

Die doppelte Spitzkehre nahe Wissinghausen war einzigartig in Deutschland. Und ist auf der Erde nur zweimal zu finden. So hat der „Feurige Elias“ etliche Höhenmeter bewältigt. Anfangs wurde das Dampfross gut angenommen, so wurden im ersten Jahr über 85 000 Fahrgäste und 35 000 Tonnen Fracht befördert. Das brachte einen Spitzen-Gewinn von über 30 000 DM. Während der Fahrt konnten die Reisenden hier und dort aussteigen Blümchen pflücken und wieder einsteigen.

Miniaturausgabe der Bahn

In Wissinghausen bei Schniederhuses wurde Obst genascht und einige Schweine sollen aus einem Waggon entlaufen sein. Eine Miniaturausgabe der Trasse mitsamt Bahn ist im alten Hansesaal der Stadt Medebach aufgebaut – unbedingt sehenswert. Hier kann auch das neue Buch „Die Schmalspurbahn Steinhelle-Medebach (Nebenbahndokumentation Band 77) erworben werden.

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