Neu-Hochsauerländer

„Einiges funktioniert hier anders“

Die Regionalmanager Hannah Kath und Christoph Hammerschmidtladen zu den Stammtischen für Neu-Hochsauerländer ein. Foto:Privat

Die Regionalmanager Hannah Kath und Christoph Hammerschmidtladen zu den Stammtischen für Neu-Hochsauerländer ein. Foto:Privat

Medebach.   Nach zwei Stammtischen für Neu-Hochsauerländer zieht Regionalmanager Christoph Hammerschmidt eine erste Bilanz - und die fällt positiv aus.

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Es geht in Runde drei mit dem Stammtisch für Neu-Hochsauerländer. „Er hat seine ersten beiden Feuertaufen bestanden“, meint Christoph Hammerschmidt, Regionalmanager Leader-Region Hochsauerland. Im Herbst 2016 wurde er ins Leben gerufen. Ziel ist es, ein Netzwerk von Neu-Hochsauerländern aufzubauen, damit Neubürger schnell und einfach soziale Kontakte knüpfen können und sich heimisch fühlen.

„Der erste Stammtisch in Winterberg war sehr gut besucht“, mein Hammerschmidt. „Rund 20 Personen hatten sich im Irish Pub eingefunden. Wir saßen an einem großen Tisch zusammen und unterhielten uns in vielen kleinen Gruppen. Mit dabei waren Leute aus dem gesamten Altkreis. Und es wurden später auch Adressen ausgetauscht.“ Erstaunlich: Personen, die teilweise schon vor 20 Jahren von außerhalb in die Region gezogen sind, waren ebenso gekommen wie der Angestellte, dessen Arbeitsstelle vom Arbeitgeber kurzfristig ins Sauerland verlegt wurde. Und diese trafen sich wiederum mit Menschen, die schon länger hier leben und einiges über das Hochsauerland und die Menschen berichten konnten. „Ich denke, dass es für viele hilfreiche Gespräche waren. Denn da gab es bestimmte Tipps, wie man z.B. in die Dorfgemeinschaften hineinkommt und welche Vereine interessant für die Neuzugezogenen sind. Auch Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung gibt es ja genügend“, meint Hammerschmidt. Bei den Treffen wurde aber auch deutlich, dass es Zugezogene oft schwer haben, Anschluss zu finden. „Einiges funktioniert vielleicht auch anders im Sauerland. Das muss man erst mal lernen“, so der Regionalmanager.

Nächster Termin in Medebach

Beim zweiten Treffen in Brilon gab es zunächst logistische Probleme, da der eigentliche Treffpunkt geschlossen hatte. Doch in kleinen Gruppen fand man schließlich wieder zusammen.

Der Regionalmanager hat im Übrigen etwas Interessantes herausgefunden. „In einem Bericht habe ich kürzlich gelesen, dass im letzten Jahr zum ersten Mal seit langer Zeit wieder ein Trend festgestellt wurde, dass mehr Menschen den Städten den Rücken kehren und wieder raus auf das Land ziehen.“ Als Gründe kommen laut Hammerschmidt hohe Mieten, Lärm, Verkehr, schlechte Luft oder kein Platz für die Kinder zum Spielen in Frage. „Das ist hier offenbar besser und macht ja auch Lebensqualität aus. Daher ziehen seit einiger Zeit auch immer mehr Städter zu uns ins Hochsauerland.“

Wer also mal an einem Stammtisch teilnehmen möchte, ist dazu herzlich eingeladen. Er findet immer monatlich in einer der Städte in der Region statt. Der nächste Termin ist am Donnerstag, 19. Januar, im Trolls Brauhaus (Oberstraße 28) um 18.30 Uhr in Medebach.

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