Gartenserie

Einmal das alte Teehaus in Brilon aus der Nähe sehen

Dirk Wiese vor dem 100 Jahre alten Teehaus in seinem Garten.

Dirk Wiese vor dem 100 Jahre alten Teehaus in seinem Garten.

Foto: Foto: Katja Voss / WP

Brilon.  Bundestagsabgeordneter Dirk Wiese öffnet in Brilon am Tag der offenen Gärten die Tür zu einem geschichtsträchtigen Paradies mit altem Teehaus.

Der Hingucker im Garten von Dirk Wiese ist das runde, mit Efeu bewachsene Teehaus. Das steht schon seit fast 100 Jahren in seinem Garten - ansonsten hat der Politiker in letzter Zeit einiges rund ums Haus verändert.

Eine rostige Eselsfigur mit Schützenschleife begrüßt die Besucher von Familie Wiese am Drübel. Auf dem Rasen steht ein Spielhaus für den kleinen Sohn, davor warten ein Fußball und zwei Metalltore auf ihren Einsatz. An der Seite gewöhnen sich ein Apfelbaum und der Baum des Jahres, die Flatterulme, an ihr neues Zuhause. Daneben befindet sich ein Sitzrondell aus alten Steinbänken, begleitet von einem japanischen Ahorn, Storchschnabel und einem Familienerbstück, einem kleinen Pferd aus Stein.

Eine Wiese für die Bienen

Ein Stück weiter blüht eine wilde Wiese mit Margeriten und Wildkräutern, zwei Keramikpilze signalisieren: Das ist Absicht. „Die Wiese haben wir extra für die Bienen stehen lassen“, erklärt der Bundestagsabgeordnete. Er hofft, dass die bedrohten Tiere so genug Nahrung auf dem Grundstück finden. Eine alte Steintreppe führt hoch zum Teehaus. „Es wird erzählt, dass die Steine aus dem Drübelwald stammen“, so Wiese.

„Mir gefällt der Gastfreundschafts-Gedanke“

Mit einer Bank und einem Feuerkorb wird der Bereich gern für Feiern genutzt. Bei der Aktion der Offenen Gärten am Samstag, 13. Juli, werden hier von 14 bis 18 Uhr Kaffee und Kuchen angeboten. Und zwar für einen guten Zweck - das Geld geht an die Bürgerhilfe. Nicht nur deshalb macht Wiese bei der Aktion mit: „Mir gefällt der Gastfreundschafts-Gedanke.“

Klare Aufgabenteilung bei der Gartenarbeit

Neben dem urigen Rundhaus ist ein neues Beet frisch mit Nelken und Funkien bepflanzt, darüber soll noch Rasen gesät werden. Hinter dem Zaun beginnt der Drübelwald, durch den auch der Rothaarsteig verläuft. Eine neue Sitzecke mit Couch zeigt - der Garten wird genutzt. Ein Hochbeet, um Gemüse anzupflanzen, ist ebenfalls angedacht. „Im Garten ist immer was zu tun.“ Die Aufgaben werden bei Familie Wiese aufgeteilt: Der Politiker mäht vor allem den Rasen, schneidet Bäume und schleppt die Säcke voller Blumenerde. Tipps für ihn und seine Frau gibt’s von seiner Schwiegermutter.

Möglichkeit, um Abzuschalten

„Ein Garten kostet Zeit, aber bei dieser Arbeit kann man etwas abschalten und einen klaren Kopf bekommen“, sagt Wiese. Ein weitere Vorteil vom eigenen Grün sei es, abends nach einem stressigen Tag draußen zu sitzen und zur Ruhe zu kommen. Ruhig wird es bei den Offenen Gärten wohl nicht zugehen, denn vermutlich werden sich einige Briloner die Chance ergreifen, das bekannten Teehaus mal von der Nähe zu besichtigen.

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