Museums-Ausstellung

Erlinghausen: Ein Dorf, das immer auf der Höhe ist

Zum Aktionstag im Rahmen der Sonderausstellung "Erlinghausen - immer auf der Höhe" präsentieren sich die Vereine und Institutionen im Dorf mit vielerlei verschiedenen Aktionen, beliebt ist auch der Büchertisch.

Zum Aktionstag im Rahmen der Sonderausstellung "Erlinghausen - immer auf der Höhe" präsentieren sich die Vereine und Institutionen im Dorf mit vielerlei verschiedenen Aktionen, beliebt ist auch der Büchertisch.

Foto: Annette Dülme

Obermarsberg.  Vereine Erlinghausen präsentieren sich bei einer Sonderausstellung im Museum der Stadt Marsberg. Sie zeigen, dass das Dorfleben jung ist.

Den ganzen Tag über war es ein Kommen und Gehen. Die Erlinghauser Dorfgemeinschaft hatte zum Aktionstag im Rahmen ihrer Ausstellung „Erlinghausen – immer auf der Höhe“ ins Museum der Stadt Marsberg in Obermarsberg eingeladen.

„Damit es nicht nur eine Ausstellung zum Ansehen, sondern auch zum Erleben ist“, so Ortsheimatpfleger Herbert Dülme, unter dessen Regie die Ausstellung bis zum 31. August läuft. Denn nicht nur in die Vergangenheit sollte geschaut werden, die Erlinghauser wollen sich auch im Hier und Jetzt vorstellen.

Aktive und lebendige Gemeinschaft

Während die Besucher an den Ständen lasen, wie lange Bürgermeister und Landtagsmitglied Wilhelm Otto in Erlinghausen und im Altkreis Brilon die politischen Geschicke leitete, oder sich in der Bilderrückschau des Carnevals-Clubs suchten, spielte der Musikverein ein Ständchen im Museumsgarten. Im Ausstellungsraum sorgte der Männergesangverein Cäcilia für Unterhaltung, das Gardeballett und der Nachwuchs des BDKJ-Balletts hatten ihre Tänze von der Prunksitzung nicht verlernt

„Erlinghausen stellt sich mit dem Aktionstag als eine äußerst lebendige, aktive und auch junge Gemeinschaft von Menschen vor. Deshalb ist das Dorf auch weiterhin lebenswert“, so Museumsleiter Klaus Duppelfeld in seinem Einführungsvortrag über das Landleben im Allgemeinen, das eine große Renaissance in Zeitschriften erfahre, das aber mehr geliebt als gelebt werde.

Vereinsmitglieder größtenteils unter 50

Tatsächlich bliebe der Ansturm auf die Dörfer aus. Vor allem die jungen Leute würden sie verlassen. Wenn es gelänge, die jungen Leute vor Ort zu halten, habe das Landleben auch Zukunft. Auffallend sei für Erlinghausen der hohe Anteil an jungen Menschen in den Vereinen, in denen der größte Anteil der Vorstandsmitglieder unter 50 Jahre alt sind.

Das Museum der Stadt Marsberg in Obermarsberg bietet allen Ortsteilen die Möglichkeit, sich in einer Sonderausstellung zu präsentieren. Duppelfeld: „Damit wollen wir das Bewusstsein schärfen, dass wir ein Museum für die ganze Stadt sind.“

Abend mit Udo Reineke

Im Rahmen der Ausstellung ist am Donnerstag, 6. Juni, ab 19 Uhr der Warburger „Landsatiriker“ Udo Reineke zu Gast im Museum in Obermarsberg. Er sinniert über das „Ergriffensein vom NIX“, wie sein Programm heißt. Darin wird es um „Risiken und Nebenwirkungen“ des ländlichen Strukturwandels gehen.

Sein „Rundumschlag zur aktuellen Situation von Landleben und Kirche“ – ob es um die Rückkehr der Wölfe, schließende Unternehmen oder den Priestermangel geht – bietet einen „fröhlich-sarkastischen Einblick mit Ausblick“.

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