Flüchtlingsarbeit

Evangelische Kirche macht sich für Familien-Nachzug stark

Ehrenamtliche Helfer beraten Flüchtlinge. Foto: Kerstin Kokoska/ FUNKE Foto Services

Ehrenamtliche Helfer beraten Flüchtlinge. Foto: Kerstin Kokoska/ FUNKE Foto Services

Hochsauerlandkreis/Soest.   Die Beautragten für die Flüchtlingsarbeit der Evangelischen Kirche in Westfalen fordern den schnellen Nachzug von Familien der Flüchtlinge.

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Die von den Synoden Beauftragten für die Flüchtlingsarbeit innerhalb der Evangelischen Kirchenkreise in Westfalen fordern den erleichterten Nachzug der Familien von Flüchtlingen. Dies wurde jetzt in einer Konferenz in Schwerte-Villigst, an der für die Kirchenkreise Soest und Arnsberg auch die Synodalbeauftragten Pfarrerin Margot Bell, Franziska Pich und Hans-Albert Limbrock teilgenommen haben, in einer gemeinsamen Erklärung formuliert.

Verabschiedung des „Asylpaketes II“ gab den Anstoß

Seit der Verabschiedung des „Asylpaketes II“ sei der Nachzug der Familien von Flüchtlingen de facto ausgesetzt. Asylbewerber erhalten in der Regel nur noch den so genannten subsidiären Schutz, der Familiennachzug ausschließt. Seit Inkrafttreten dieser gesetzlichen Bestimmung habe sich die Einordnung von syrischen Flüchtlingen in diese Kategorie von unter 0,5 Prozent auf 70 Prozent erhöht.

Die Folgen seien dramatisch: Familien würden zerrissen, die seelische Not der Angehörigen werde gesteigert und psychisch Kranke würden weiterhin traumatisiert. „Die Bemühungen zur Integration werden so ad absurdem geführt“, heißt es in einer Mitteilung des evangelischen Kirchenkreises Arnsberg.

Aufnahme durch humanitäre Visa beschleunigen

In der Schwerter Erklärung wird unter anderem „eine verstärkte und beschleunigte Aufnahme von schutzsuchenden Familien durch humanitäre Visa“ gefordert. Außerdem geht es um die „Abschaffung der Aussetzung des Familiennachzuges für subsidiär Geschützte“.

„Die Familie erfährt in unserm Grundgesetz und in der europäischen Völkerrechtskonvention eine hohe Wertschätzung. Der derzeitige Umgang mit dem Familiennachzug für anerkannte Flüchtlinge steht dem diametral gegenüber. Hier ist dringender Handlungsbedarf“, so Pfarrerin Margot Bell.

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