Konzert

Festliche Klänge mit Gunther Emmerlich in Bredelar

Gunther Emmerlich mit seinem Ensemble bringt seine Konzertbesucher im Kloster Bredelar so recht in Adventstimmung.

Foto: Annette Dülme

Gunther Emmerlich mit seinem Ensemble bringt seine Konzertbesucher im Kloster Bredelar so recht in Adventstimmung. Foto: Annette Dülme

Bredelar.   Im Kloster Bredelar hat Gunther Emmerlich mit seinem Ensemble ein beeindruckendes Konzert gegeben.

Sein Markenzeichen ist die markante Bassstimme. Die kennen und schätzen Opernfreunde wie Fernsehzuschauer gleichermaßen. Und jetzt auch die Besucher im Kloster Bredelar. Am Freitagabend bescherte der Sänger, Moderator und Schriftsteller Gunther Emmerlich den Zuhörern in der ehemaligen Abteikirche mit seinem vierköpfigen Ensemble ein festliches Adventskonzert mit vielen besinnlichen aber auch humorvollen Momenten.

Wunderbare Atmosphäre

„Ihre Marsberger Fans haben offenbar auf Sie gewartete, denn die Eintrittskarten waren sofort vergriffen“, hieß Anne Degenhardt, Vorsitzende des Fördervereins Kloster Bredelar, den Stargast mit seinem Ensemble in den alten Gemäuern des Klosters willkommen, wo die adventliche Musik mit Orgelklängen wunderbar klangen.

„Hört der Engel heller Lieder“, sang Gunther Emmerlich mit seiner sonoren Bass-Bariton-Stimme. Begleitet wurde er von der Sopranistin Jeanne Pascale Schulze und von Sabina Herzog mit ihrer dezenten Alt-Stimme, die für dieses Lied ihr Violoncello stehen ließ. „Ich bin der heilige Nikolaus, ein Jahrtausend bin ich alt“, sang Gunther Emmerlich solo - nur begleitet von Matthias Suschke am Klavier. Hinterher erzählte er, dass er seit 1959 immer wieder den Weihnachtsmann gespielt habe.

Stimmungsvolles Konzert

Weisen aus Schlesien, der „Abendsegen“ aus der Oper „Hänsel und Gretel“ von Humperdinck oder ein Trompetensolo von Johann Plietzsch gehörten ebenfalls zum Programm. „Ich möchte eine alte Kirche sein, voll Stille, Dämmerung und Kerzenschein. Wenn Du trübe Stunden hast, kommst Du zu mir herein, mit Deiner Last“, fand der Entertainer zwischen den Liedern immer wieder die passenden Worte. Er rezitierte Texte und Gedichte zum Advent und zur Weihnacht von Wilhelm Busch, Eugen Roth oder Joachim Ringelnatz. Manchen fügte er seine persönliche Note hinzu. „Die Heiligen drei Könige Kaspar, Melchior und Balthasar brachten einst Geschenke dar. Wir schließen uns an und schenken Melodien und Töne.“

Bei Spirituals wie „Go, tell it on the mountains“ ging das Publikum ebenso begeistert mit wie bei dem katalanischen Lied „Die Vögel dieser Welt“. „Damit es nicht all zu spanisch daher kommt, singe ich es auf deutsch“, witzelte er. 2014 musste sich Gunther Emmerlich nach seiner zweiten Herz-OP einer Reha an der Ostsee unterziehen. Seine Eindrücke hatte er niedergeschrieben: „Damals sang Helene Fischer ,Atemlos’. Mir war auch so.“ Froh, dass er das nun nicht mehr ist und als Dank für die wunderbare Einstimmung zum Advent applaudierten die Zuschauer ihm und seinen Musikern begeistert und minutenlang zu, ehe sie ihn nach mehreren Zugabe von der Bühne entließen.

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